Bamberg — Weil die Klosterkirche St. Michael aus Sicherheitsgründen gesperrt ist, soll im Jubiläumsjahr zumindest virtuell ein Teil der Darstellungen des Himmelsgartens sichtbar werden. Deshalb stellt das Zentrum Welterbe Bamberg (ZWB) anlässlich des 1000-jährigen Bestehens der Klosteranlage St. Michael eine virtuelle Ausstellung unter dem Titel "Der Himmelsgarten auf Erden" zusammen.
Mit seinen rund 600 naturgetreuen Pflanzen- und Kräuterabbildungen zählt der "Himmelsgarten", das Wand- und Deckengemälde der Kirche, zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten des Weltkulturerbes "Altstadt von Bamberg". Über die virtuelle Ausstellung möchte das ZWB einen Blick auf die botanischen Illustrationen ermöglichen und zugleich einen direkten Bezug zu anderen Orten der Welterbestadt herstellen. Denn die Spuren des Himmelsgartens reichen weit über den sakralen Bau hinaus - auch zahlreiche Gärten, Museen und Hausfassaden in Bamberg weisen Pflanzen und Kräuter beziehungsweise deren Darstellungen auf. Ziel des Projektes "Der Himmelsgarten auf Erden" ist es, den Darstellungen aus dem Himmelsgarten Fotografien und Abbildungen ihrer Entsprechungen im Stadtgebiet gegenüberzustellen.
Zum Mitmachen aufgerufen sind alle Bamberger. Sie können sich an der Ausstellung beteiligen, wenn sie bis zum 1. September 2015 Fotos und Abbildungen von Entsprechungen zum Himmelsgarten an die E-Mail-Adresse info@welterbe.bamberg.de schicken. Am 29. September, pünktlich zum Michaelistag, soll dann der Katalog zur digitalen Ausstellung erscheinen. Weitere Informationen zur digitalen Ausstellung sowie eine Liste der Pflanzen, die im Himmelsgarten dargestellt sind, finden sich im Internet unter www.welterbe.bamberg.de.
Zu den Pflanzen, die im Himmelsgarten dargestellt sind, zählen beispielsweise: Aloe, Brennnessel, Eierpflanze (Aubergine), Eisenhut, Erbse, Erdbeere, Fingerhut, Flieder, Gänseblümchen, Gartennelke, Herbstzeitlose, Holunder, Ingwer, Johanneskraut, Johannisbeere, Kirschbaum, Klatschmohn, Kornblume, Kürbis, Mais, Ölbaum (Olivenbaum), Passionsblume, Pfeffer, Rose, Schwertlilie, Stiefmütterchen, Süßholz, Teichrose, Tulpe, Vergissmeinnicht, Wegerich und Weinstock.
Weitere Auskünfte zum Thema gibt es im Zentrum Welterbe Bamberg bei Patricia Alberth, Geyerswörthstr. 3, 96047 Bamberg, Telefon 0951/87-1810, Fax 87-1983, E-Mail: patricia.alberth@stadt.bamberg.de. red