Angefangen hatalles mit der Lebensgeschichte des Heiligen Franziskus und einem Besuch in dessen Heimatstadt Assisi im Jahr 2007. "Ich war fasziniert von Franziskus - und das ist bis heute so geblieben. Während meiner Studienzeit stellte ich mir öfters die Frage, auf was willst du am Ende deines Lebens zurückschauen, damit du sagen kannst, du hast wahrhaftig gelebt. Eine Zeit der Suche begann", erzählte Viktoria Holm.

Bei ihrer Suche sind ihr Bilder vom Besuch Assisis in die Hände gefallen und nun begann sie sich neu mit der Person des Franziskus auseinanderzusetzen. "Irgendwann im zweiten oder dritten Semester wollte ich mich intensiver mit der mich begleitenden Lebensfrage auseinandersetzen und beschloss ein paar stille Tage zu machen. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort bin ich auf die Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen gestoßen", erinnerte sich Viktoria Holm. Nach mehreren Besuchen im Mutterhaus spürte sie immer mehr, ein Ordensleben könnte eine gute Antwort auf der Sehnsucht nach einem wahrhaftig gelebten Leben nach dem Evangelium sein. Die Gemeinschaft der Franziskusschwestern könnte dabei ein guter Ort sein, um der Sehnsucht Raum zu geben.

Am Samstagvormittag wurde nun Viktoria Holm in der Kapelle des Mutterhaus in Vierzehnheiligen als Schwester Maria Magdalena ins Noviziat aufgenommen und eingekleidet. Als äußeres Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft bekam sie das Ordenskleid überreicht. Zum Erkennen der inneren Zusammengehörigkeit wurde ihr die Lebensregel überreicht. Damit beginnt für die 24-jährige gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin eine zweijährige Ordensausbildung. Viktoria Holm verließ die Kapelle und kehrte nach einige Minuten - nun in Kleid und Schleier gewandet zurück. Ein Augenblick, der von vielen mit Spannung erwartet wurde.

Brennende Kerze in der Hand

Mit noch mehr Spannung aber wurde der Moment erwartet, in dem die Novizin ihren neuen Namen erhält. "Liebe Viktoria, du wirst von jetzt an Schwester Maria Magdalena heißen und unter diesem Namen in die Gemeinschaft der Sankt Franziskanerschwestern von Vierzehnheiligen aufgenommen", verkündete feierlich Schwester Regina. In der Hand hielt die strahlende junge Schwester eine brennende Kerze, überreicht durch Franziskanerpater Bernhard Braun, dem Spiritual bei den Franziskusschwestern. "Viktoria lebt seit Ende März im Mutterhaus hier in Vierzehnheiligen.

"Es sind wunderbare Beziehungen gewachsen", so Kongregationsleiterin Schwester Regina Pröls. Für ihre intensive Zeit der Ordensausbildung, die für die "neue" Schwester nun begonnen hat, wird ihr Schwester Franziska als Begleiterin im Noviziat zur Seite gestellt. Im zweijährigen Noviziat wird sie viel Experimentierraum bekommen. Das erste Jahr wird kirchenrechtlich definiert und im zweiten Jahr geht es vor allem um den Praxisbezug an verschiedenen konkreten Orten und in verschiedenen Sendungsaufträgen. gkle