Der Jahresausflug führte eine 40-köpfige Gruppe des katholischen Frauenbundes aus Zeil an den Niederrhein. Xanten, Essen und Oberhausen waren Stationen und am Ende kamen die Frauen begeistert aus dem "Ruhrgebiet" zurück, wie sie in einem Bericht schildern.
Die erste Station war eines der schönsten Benediktinerklöster des Mittelalters: Maria Laach. Eine Führung zeigte die beeindruckenden Bauten und Werkstätten der Anlage, die bis heute von Mönchen des Ordens geführt wird. Das Kloster wurde 1093 gegründet.
Das idyllisch gelegene Xanten wurde berühmt durch eine der größten römischen Legionen, die hier ein Feldlager aufgebaut hatten. Bei einer Stadtführung lernten die Frauen den mittelalterlichen Stadtkern kennen.


Gespaltene Eindrücke

Am Nachmittag besuchte die Gruppe den Wallfahrtsort Kevelaer. Seit über 360 Jahren bilden die Wallfahrer das Zentrum des Kevelaer Stadtlebens. Der nächste Tag brachte zwei Höhepunkte, die nicht unterschiedlicher hätten sein können, aber direkt zusammenhängen. Am Vormittag ging es nach Essen zur "Krupp-Villa", dem imposanten Schloss des Stahlfabrikanten Alfred Krupp (1812 bis 1887). Der Palast umfasst über 180 Zimmer und ein Gästehaus. Er beherbergte Könige, Fürsten und alle wichtigen Männer seiner Zeit.


In der Zeche

Am Nachmittag dann das totale Kontrastprogramm beim Besuch der Zeche "Zollverein". Das Steinkohlebergwerk war von 1851 bis 1986 aktiv . Hier wurden insgesamt 240 Millionen Tonnen Kohle abgebaut und bis zu 8000 Bergleute waren hier rund um die Uhr beschäftigt. Die zweistündige Führung war laut Frauenbund der absolute Höhepunkt der Reise und man gewann einen kleinen Einblick in die extrem harten Arbeitsbedingungen der Bergleute.
Auf der Heimfahrt nach Franken machten die Reisenden aus dem Maintal noch einen Zwischenstopp in Limburg. red