Nach einer Reihe von 13 erfolgreich durchgeführten Kunstausstellungen im Bamberger Bürgerpark Hain (2004 bis 2016) ist dieser 14. Kunstpavillon voraussichtlich der letzte dieser jährlich am ersten Sonntag im August präsentierten Kunstschauen.
Die Zeichen stehen auf Veränderung, auch in Bamberg. "Die Strukturen der Stadt wandeln sich und fordern ein Umdenken", sagt die Organisatorin Sabrina Catowiez, auf die neue Herausforderungen warten. Ab Januar 2018 wird sie als Kuratorin die Galerie im Jazzkeller übernehmen. Wie und ob es nach 2017 mit dem Kunstpavillon im Hain weiter geht, sei noch völlig unklar, aber der 6. August werde nochmals ein spannender Tag der Kunst im Hain sein. Mit dabei sind im Bürgerpark fünf in Oberfranken arbeitende Künstler.
Die aktuelle Situation der Künstler spiegelt sich auch in den fünf Präsentationen an den einzelnen Pavillons. Es wird zurückgeblickt, vor Ort gearbeitet und mit Performances werden neue Wege gegangen. Beginn ist wie gewohnt um 10 Uhr, die Präsentationen an den Pavillons können bis gegen 19 Uhr besucht werden. Der "Kunstpavillon" findet bei Sonnenschein und auch bei Regen statt.
An den fünf Pavillons im Hain präsentiert je ein bildender Künstler seine Werke. "Mit dem natürlichen Rahmen des Bürgerparks und seinen architektonisch ansprechenden Pavillons geht zeitgenössische Kunst eine sehr inspirierende und außergewöhnliche Verbindung ein", weiß Organisatorin Sabrina Catowiez. Die Künstler sind den ganzen Tag vor Ort, stellen sich den Fragen der Besucher und erzählen vom Schaffensprozess. Folgende fünf Künsterinnen und Künstler sind dabei:


Sabrina Catowiez

Am Hölzernen Pavillon zeigt die Künstlerin und Ausstellungsmacherin ein "Best-of mit Ausblick" mit Acrylmalerei, Mixed Media und Farbdrucken vom Holzschnitt. Die Bambergerin präsentiert nochmals ihre besten Arbeiten der letzten Jahre sowie einige neue Kunstwerke, die 2016/2017 entstanden sind. Sabrina Catowiez widmet sich seit dem Sommer 2016 vor allem ihrer zweiten großen Leidenschaft - der Musik - und ist seit einiger Zeit mit dem "Catowiez-Sound-Project" zu hören.


Thomas Johann Dennerlein

"Ein Teil vom Ganzen" ist das Motto am Ruhetempel. Die als Retrospektive zusammengefassten Kunstwerke von Thomas Johann Dennerlein zeigen die Vielfalt seines künstlerischen Schaffens. Im Rückblick werden unter anderem auch Erinnerungen des Sonder- bzw. Ehrenpavillons (zu E.T.A. Hoffmann und Len Dunkelberg) zum Leben erweckt.


Alexander Kunkel

Installation, Bilder, Performance und Livemusik sind am Musikpavillon zu erleben ("Still...Roll - a movement project for mother earth"). In seiner neuen Arbeit verbindet Alexander Kunkel das Bildnerische mit dem Darstellenden. Hierzu hat er Musiker eingeladen, die ihn während der Vorstellung begleiten. Inspiriert wurde er durch ein indianisches Schamanenritual, bei dem die Teilnehmer am Schluss gereinigt und innerlich erneuert, symbolhaft aus dem Schoß von Mutter Erde ins Leben zurückkehren. Die Performance beginnt um 18 Uhr.


Axel Luther

Live-Malerei präsentiert Axel Luther am Roten Pavillon. Der Künstler selbst gibt dazu im Vorfeld folgende Stichworte: "Glut aus der Asche des Anfangs schlägt neues Feuer. Aus den Wurzeln der Malerei, tanzende Zeichen auf die ,Höhlenwand' geworfen. Mühelos, keine Fragen, keine Antworten, keine Wertung. Die Fülle. Der Augenblick ist die Ewigkeit, die wir berühren können."


Stephan Schaumann

Last but not least heißt es am Steinernen Pavillon "Feierabend". Stephan Schaumann zeigt vorrangig Werke, die mit der Sprühdose entstanden sind sowie handgedruckte Holzdrucke von Malereien in Mischtechnik, hier vor allem Acryl. red