Zur Corona-Pandemie erhielten wir folgende Zuschrift:

Vielen Dank an all die Schüler, die monatelang ihren Mund-Nasen-Schutz dauerhaft von 7.30 bis 13.30 Uhr getragen haben; die bei Eiseskälte im Klassenzimmer bei Dauerlüftung gefroren haben; die mit all den Ermahnungen der Lehrer ("Der Abstand muss gewahrt werden", "Du darfst jetzt nicht Nase putzen") zurechtgekommen sind; die mit durchfeuchtetem Mundschutz im vollgefüllten Bus trotzdem den Ernst der Lage erkannt haben; die Verständnis dafür aufbringen, auf die Faschingsferien zu verzichten, weil irgendwer beschlossen hat, man müsse Weihnachten retten.

Vielen Dank an all die tollen Lehrer, die die Schüler trotz allem als mündige Menschen behandelt haben; die nicht eine Probe nach der anderen geschrieben haben, um möglichst viele Noten vor dem nächsten Lockdown zu haben; die auch zwischendurch die Fenster geschlossen haben, weil es doch ganz schön frostig war; die im Lockdown für ihre Schüler da sind; die die Fragen geduldig beantworten; die Verständnis dafür aufbringen, wenn die Verbindung wegbricht.

Vielen Dank an all die jungen Menschen, die ihre Träume über Bord werfen müssen; die auf alles verzichten, was zur Jugend gehört, um andere und unser Gesundheitssystem zu schützen.

Vielen Dank an alle Senioren und Seniorinnen, die nicht am Samstagmorgen einkaufen; die heute einfach mal zuhause bleiben.

Vielen Dank an alle, die akzeptieren, für kurze Zeit eine FFP2-Maske zu tragen.

Vielen Dank an all die pflegenden und ärztlichen Kräfte in Heimen und Kliniken für die vielen Überstunden, die sie selbstverständlich für uns machen; für die stete Bereitschaft einzuspringen, falls Personal ausfällt; für die Bereitschaft, Familie und Freunde für uns hintanzustellen; für die Gefahr, die sie für uns auf sich nehmen, jederzeit sich selbst an irgendeiner Krankheit anzustecken, die ein Patient mitbringt; für die guten Worte, die sie trotz allem für die Patienten haben; für die Selbstverständlichkeit, stundenlang in Schutzausrüstung zu arbeiten; für die Selbstverständlichkeit, immer noch mehr zu leisten - fürs Durchhalten.

Jana Wirth

Mainleus