Der eine oder andere habe sich in den vergangenen Wochen vielleicht an die freien Sonntage gewohnt, flachst Tobias Förtsch, um im Nachgang klarzustellen, dass auch beim SV Gifting die Freude über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs immens sei. Die Giftinger nehmen mit dem Auswärtsspiel gegen den SCR Steinbach am Wald den Betrieb wieder auf. Der Tabellenführer reist also zum Dritten des Klassements - mehr Topspiel geht fast nicht.

Weil es nach der langen Pause schwierig sei, das eigene Niveau sowie die Gemengelage der anderen Teams zu beurteilen, spricht Giftings Spielführer Förtsch im Zuge dessen von einer großen Herausforderung. Der 28-Jährige verfolgt am Sonntagnachmittag einen klaren Matchplan: "Wir werden versuchen, an unsere Leistungen aus dem Vorjahr anzuknüpfen und dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken."

Begeistert vom neuen Coach

Die Feinjustierungen vor dem Anpfiff wird allerdings nicht wie üblich André Scholz vornehmen, der aus privaten Gründen ausschied. Frank Kaim steht interimsweise bis Saisonende an der Seitenlinie. Förtsch ist schon mal begeistert von seinem neuen Übungsleiter, der mancherorts mit Skepsis betrachtet wurde, weil er noch keine Trainer-Erfahrung im Herrenbereich nachweisen kann. "Er hält ein sehr gutes Training und bringt einige neue Dinge ein", sagt ein enthusiastischer Förtsch.

Drei Punkte beträgt Giftings Vorsprung auf den Relegationsplatz, deren fünf auf Rang 3. Erstmals seit acht Jahren wieder in der Kreisliga spielen? "Ich bin mir sicher, dass wir mit Kaim den Aufstieg schaffen können. Dafür müssen wir als Mannschaft allerdings Spiel für Spiel eine gute Leistung auf den Platz bringen", bemüht Förtsch die Glaskugel.

Gespannt blickt Förtsch außerdem auf den Ausgang der Partie zwischen den beiden Spielgemeinschaften Rothenkirchen/Pressig und Gundelsdorf/ Reitsch. Zum einen, weil sich die Gastgeber in der Hinrunde als sehr heimstark erwiesen hatten - und zum anderen, weil der ehemalige Frohnlacher Bastian Renk aufseiten der Gäste sein Debüt als Spielertrainer zelebriert. "Man darf gespannt sein, wer hier gewinnt", sagt Förtsch.