Im Frühjahr dieses Jahres eröffnet das Fränkische-Schweiz-Museum seine Abteilung "Geologie" in einem völlig neuem Gewand. Das neue Konzept erlaubt es den Besuchern, sich direkt in geologische Epochen zurückzuversetzen. "Leicht verständlich und ansprechend bekommen die Besucher zugleich neuere Erkenntnisse der geologischen und paläontologischen Forschung vermittelt", schreibt das Museum in einer Mitteilung.
Insbesondere die neue Tongrube bei Buttenheim erbrachte nach Angaben des Museums zahlreiche neue Erkenntnisse. Dies ist laut dem Museum vordringlich dem Sammler Hans Schobert zu verdanken, der mustergültig zahlreiche Fundstücke, nach einzelnen Schichten getrennt, Wissenschaftlern an den Universitäten Berlin und München zur Verfügung gestellt hat.


Neue Schneckenarten

Bei der Durchsicht dieser Funde wurde rasch klar, dass hierunter auch völlig neue, bislang unentdeckte Arten waren. So identifizierte zum Beispiel Professor Alexander Nützel vom Lehrstuhl für Paläontologie der Ludwig Maximilian Universität München völlig neue Schneckenarten aus den geschlämmten Sedimenten.
Die genaue Auswertung der Funde ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Schon heute lassen die in der Grube gefundenen Versteinerungen einen völlig neuen Blick auf die Lebensverhältnisse im frühen Jura Frankens zu.


Vortrag am 5. April

Professor Nützel, der gleichzeitig auch an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie für die Sammlung und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, stellt die neuen Arten und die daraus gewonnenen neuen Erkenntnisse nun im Fränkische Schweiz-Museum vor.
Der Vortrag von Professor Nützel findet am Mittwoch, 5. April, um 19.30 Uhr im Pfarrheim in Tüchersfeld statt. Als Unkostenbeitrag werden an diesem Abend 2,50 Euro erhoben. red