Schönbrunn — Müll gehört nicht in die Landschaft und schon gar nicht in die Flüsse. Das weiß eigentlich jedes Kind. Trotzdem fanden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Kreisgruppe des Bund Naturschutz in Zusammenarbeit mit den Royal Rangers-Pfadfindern und einer OBA-Gruppe (Offene Behindertenarbeit) aus Lichtenfels bei der gemeinsamen Müll-Sammel-Aktion "Mein Main muss sauber sein" wieder Glasflaschen, Autoreifen, Dosen, Kanister und viel Plastikmaterial; ja sogar ein PKW-Kunststoff-Frontteil und ein Straßenbegrenzungsleuchtpfahl wurden in dem Auwald gefunden.
Im Einsatzgebiet des Schönbrunner Biotops, das eine direkte Verbindung mit dem Main hat, staunte man einerseits über eine riesige Biberburg sowie die reichhaltige Frühlingsflora mit Lerchensporn, Buschwindröschen und Goldsternen, fragte sich aber andererseits, warum es anscheinend noch immer Leute gebe, die ihren Wohlstandsmüll trotz gut funktionierender Müllentsorgung weit ab von Dörfern und Städten in der Landschaft hinterließen.
"Vor allem Plastik, das über die Flüsse irgendwann in die Meere und Seen gelangt, ist mittlerweile zu einem weltweiten Umweltproblem geworden. Es verschwindet nicht einfach, sondern gelangt letztendlich nach seiner Zersetzung über Fische und Meerestiere, welche die kleinen Partikel fressen, wieder zurück auf unsere Teller", erklärte Anton Reinhardt, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe. red