von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Höchstadt — Dominik Liebel kommt mit großem Gepäck in den Musiksaal des Gymnasiums Höchstadt. In weiche graueTücher eingeschlagen ist ein Konzert-Xylophon. Neben ihm stimmen die Streicher ihre Instrumente, und an den zwei Flügeln nehmen Georg Schlee und Ariane Dammann-Ranger Platz. Die Probe für den "Karneval der Tiere" beginnt, in der Urfassung von Camille Saint-Saens mit zwei Klavieren und Kammerensemble. Am Wochenende 3./4. Oktober jeweils um 17 Uhr kann das Publikum in der Fortuna Kulturfabrik das Ergebnis hören und sehen.
Auch sehen deshalb, weil Kunsterzieherin Sonja Koenigk zusammen mit dem Projektleiter Johannes Lippold ihres P-Seminars in der Q12 für die Bühnenausstattung sorgt. "Wir haben unser Thema Recycling-Mode etwas erweitert und ergänzen die Musik mit Kostümen. Wie das genau sein wird, das muss man sich anschauen", erklärt sie.


Lang gehegte Idee

Entstanden ist die Idee, ein Familienkonzert um allerhand Tierisches aufzuführen, schon 2013. Schlee, der mit Klaus-Dieter Stolper der künstlerische Leiter des Vereins Pro musica ist, wollte einmal keine Musiker für das alljährliche Familienkonzert engagieren, sondern zusammen mit den Musikern, mit denen er beruflich häufig zusammenarbeitet, etwas Eigenes auf die Beine stellen.
"Für tierisch gute Musik" gewann er neben Ariane Dammann-Ranger und Liebel noch Maria und Rüdiger Kaufmann, Bratsche und Cello, die ebenfalls am Gymnasium Höchstadt unterrichtende Geigerin Anja Schaller, die frühere Schülerin Ina Liebscher (Geige), die Flötistin Claudia Schulten-Kuth von der Musikschule, als Klarinettisten den Schüler Alexander Krisch und am Kontrabass Kathrin Triquart. Die Rolle des Erzählers übernimmt Hanswolf Popp.
"Der Karneval der Tiere und andere tierische Angelegenheiten" lautet der vollständige Titel des Konzerts, denn im ersten Teil stellen die beteiligten Künstler noch mehr "Viechereien" vor.
"Unser Projekt ist mit der Zeit richtig gewachsen", sagt Schlee. Und Koenigk ergänzt: "Auch in den Kunstunterricht hinein. Wir werden Tierbilder aus Unterstufenklassen zur Musik einblenden."
Neben den Proben steht noch etliches an Organisation bevor. In die Kulturfabrik muss ein zweiter Flügel transportiert werden, der sich dort akklimatisieren muss, und zuletzt müssen beide Instrumente "als Zwillinge" gestimmt werden.