"Der Sieg in Amberg hat uns vor allem im Glauben bestärkt, dass wir in dieser hochklassig besetzten Liga mithalten können", war für VfL-Cheftrainer Oliver Müller der beinahe sensationelle 2:1-Erfolg unter der Woche beim letztjährigen Regionalligisten insbesondere wichtig für den Kopf!
"Unsere dortige Spielweise hat aber physisch sehr viel Kraft gekostet", so Müller weiter. Er wäre heute vor heimischer Kulisse gegen Weiden mit einem Unentschieden zufrieden. "Wir hatten freilich ein wenig Glück und einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten", weiß der 48-jährige Pädagoge zwar, dass er sich zuletzt in erster Linie bei Michael Edemodu sowie mitunter auch bei Fortuna bedanken musste, was jedoch nicht heißt, dass der Redwitzer dabei nicht auch mit der fußballerischen Leistung seiner Kicker einverstanden war.
Einer ähnlichen Vorstellung wird es nun wieder bedürfen, da mit der SpVgg SV Weiden ein weiterer Titelkandidat in Frohnlach gastiert. Die Elf von Coach Tomas Galasek kämpfte schon im vergangenen Jahr bis zum Schluss um Platz eins, was auch 2016/2017 den Anspruch der Mannen vom Wasserwerk bildet, die allerdings höchstens durchwachsen in die aktuelle Spielzeit starteten. Auf eine klare 0:4-Niederlage beim TSV Aubstadt folgte so erst ein schmeichelhafter Triumph über den Neuling aus Ammerthal.
"Das es mein Team bis am Ende so spannend macht, das will ich in dieser Saison nicht noch einmal erleben", hatte es dem Ex-Profi (Ajax Amsterdam, 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach) und früheren Spielführer der tschechischen Nationalmannschaft indes kürzlich beinahe die Sprache verschlagen.
In der jüngeren Vergangenheit behielten Schlussmann Dominik Forster, Defensivroutinier Michael Riester, Kapitän Thomas Wildenauer und Kollegen jedoch im Vergleich mit dem VfL zumeist äußerst souverän die Oberhand. Die Kreise der extrem torgefährlichen Offensive um Ralph Egeter, Stefan Graf, Josef Rodler und den nach lediglich 12 Monaten vom FC Amberg heimgekehrten Thomas Schneider sowie den nach zwischenzeitlicher Formschwäche aus der Kreisliga des Vereins wieder aufgerückten Christoph Hegenbart gilt es erneut, entscheidend einzuengen, falls es mit dem ersten Zähler auf eigenem Geläuf klappen soll, wobei der Goalgetter sich zuletzt aus Sicht der Oberpfälzer bereits vermeintlich rechtzeitig mit einem Doppelpack warmschoss.
"Wir wissen jetzt aber, was auch für uns möglich sein kann", kam für Müller der überraschende Coup beim FC Amberg psychologisch ebenfalls exakt zum perfekten Zeitpunkt.
VfL Frohnlach: Edemodu/Holley - Weinreich, Alles, Kühn, Göhring, Schuster, Rebhan, Autsch, Fischer, Scheler, Hartmann, Knie, L. Werner, Pflaum, Schubert, Graf. - Es fehlen: Beetz, Krüger, Lauerbach, J. Werner, Schmidt, Pfadenhauer (verletzt). mb