Im letzten Spiel in der Bayernliga Nord hat der VfL Frohnlach noch einmal verloren. Nach torloser erster Halbzeit verloren die Oberfranken das Kellerduell beim Drittletzten SV Erlenbach doch noch deutlich mit 0:4. Unter dem Strich wurde der VfL unter Wert geschlagen. Das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg.
Es war wie schon so oft in dieser Saison beim VfL Frohnlach: Eine gewisse Zeit lang hält die Mannschaft gut mit, bricht dann aber nach dem ersten Gegentor ein. Die erneut stark ersatzgeschwächten Gäste hielten beim SV Erlenbach, der wollte mit einem Sieg unbedingt Platz 16 verteidigen, um in der Relegationsgruppe mit dem Nachbarn SV Alemannia Haibach in Runde eins das Freilos zu haben. Das gelang dem Team von Trainer Hartmut Heinrich.
Aber die Mainfranken taten sich lange Zeit sehr schwer gegen defensiv gut agierende Frohnlacher. Eines wurde deutlich: Dass der VfL Frohnlach schon seit mehreren Wochen abgestiegen ist, merkte man der Truppe von Trainer Oliver Müller in keiner Weise an.
"Wir sind nach wie vor eine intakte Mannschaft, obwohl wir abgeschlagen Letzter sind", freute sich der VfL-Coach über die Leistung seiner Elf. Die Gäste starteten stark in die Begegnung und hatten in den ersten 30 Minuten eine leichte Feldüberlegenheit und Chancenvorteile, was wiederum SVE-Coach Heinrich auf die Palme brachte: "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Das war viel zu lethargisch."
Die beste Torgelegenheit für Frohnlach vergab Lukas Scheler (10.), der alleine auf Erlenbachs Keeper Christos Patsiouras zulief, dann aber den Ball nicht traf.
Nach dem Seitenwechsel warteten die nur 120 Zuschauer auf den berühmten Dosenöffner für Erlenbach. Den lieferte Konstantin Tschumak (58.) mit einer feinen Einzelleistung. Der 26-Jährige tanzte im Frohnlacher Strafraum zwei Gegenspieler aus und vollendete mit einem satten Schuss in die lange Ecke.


Unter Wert geschlagen

Trotz der Erlenbacher Führung gab es noch gute Chancen für die Gäste zu notieren: Doch Maximilian Pfadenhauer (71.) und Stefano Göhring (73.) zeigten sich zu harmlos vor dem Tor. "Wir haben uns leider nicht belohnt. Erlenbach war vor dem Tor einfach besser als wir", zeigte sich Müller über den Spielverlauf enttäuscht. Insbesondere Philipp Traut drehte in den letzten 20 Minuten auf und war an drei weiteren Toren direkt oder indirekt beteiligt.
Damit viel der Sieg um zwei Tore zu hoch aus. Für den VfL Frohnlach ist damit die Spielzeit 2016/17 beendet, nächste Saison geht es in der Landesliga weiter.