Kreisverkehre anstelle von Ampeln sorgen an vielen Kreuzungen für flüssigeren Verkehr. Trotz Zweifel noch vor etlichen Jahren haben sie sich bewährt und immer mehr Kommunen bauen ihre Kreuzungen um. So auch die Stadt Herzogenaurach.
Über die Bamberger Straße fahren viele Autos in die Stadt, oder jetzt auch in das neue Gewerbegebiet. Ein künftiges Ziel ist da die Werner-Heisenberg-Straße. Ein Kreisel löst da manche Probleme. Doch ein Kreisel kostet auch Geld.
Da bei Straßenausbau auch die Eigentümer der angrenzenden und damit erschlossenen Grundstücke herangezogen werden, sandte die Stadt einem der Eigentümer an der Werner-Heisenberg-Straße einen Bescheid über Vorausleistungen für die Baumaßnahme. Der Bürger wehrte sich dagegen und legte gegen den Bescheid Widerspruch beim zuständigen Landratsamt ein. Sein Argument: Sein Grundstück wird durch den Kreisel nicht erschlossen, sondern er bilde vielmehr eine Zäsur. Das Landratsamt folgte seiner Argumentation und hob den Bescheid der Stadt Herzogenaurach auf. Dagegen klagte die Stadt beim Verwaltungsgericht in Ansbach. Im schriftlichen Verfahren entschieden die Verwaltungsrichter: Der Widerspruchsbescheid ist rechtmäßig; die Stadt kann von diesem Grundstückseigentümer keine Vorausleistung oder andere Beiträge für den Bau des Kreisels verlangen.
Die Frage, ob das Grundstück dadurch erschlossen oder eben abgetrennt werden, bejahte es im Sinne des Widerspruchsführers.