Silvia Pfeufer machte bei der Jahreshauptversammlung des Kapellenvereins Neudorf bei Scheßlitz den Vorschlag, die Gedenktafel der gefallenen und vermissten Soldaten mit Fotomedaillons auszugestalten. "Ich möchte die Verstorbenen aus der Anonymität herausheben und ihnen ein Gesicht geben", sagte sie. Die Familien wurden gebeten, Fotos ihrer Familienangehörigen zur Verfügung zu stellen, damit diese als Porzellanmedaillons neben die 14 Namen auf die Ehrentafel in der Kirche eingefügt werden könnten. Gefertigt wurden sie von der Firma Stieg aus Königsfeld. Mithilfe des Kriegervereins Kübelstein und Umgebung hat Bernhard Grasser die Bilder der im Zweiten Weltkrieg Verstorbenen besorgt, während von den sechs des Ersten Weltkrieges keine Fotos vorhanden waren. Der Krieger-, Soldaten- und Kameradschaftsverein Kübelstein und Umgebung mit seinen 71 Mitgliedern spendete 500 Euro. Sein Erster Vorsitzender Manfred Götz betonte, sein Verein habe dies gerne getan. Die Neudorfer Kapelle der heiligen Philomena werde dadurch aufgewertet. Nach der Feier der heiligen Messe dankte auch Pfarrer Michael Herrmann allen für ihre Arbeiten und Spenden.
Bei der Jahreshauptversammlung im Gemeinschaftshaus lobten der Erste Vorsitzende des Kapellenvereins Neudorf, Georg Grasser, und der Scheßlitzer Bürgermeister Roland Kauper alle Spender und Helfer. Besonders erinnerten beide an die schöne 125-Jahrfeier der Kapelle im vergangenen Jahr.


Glaube wird gelebt

Auch Pfarrer Herrmann freute sich über den Gemeinschaftsgeist: "In Neudorf wird der Glaube gelebt. Das zeigte sich bei der Renovierung der Kapelle, aber auch an der Kirchweihsammlung für Schwester Birgit Loch, die 550 Euro erbracht hat. Des Weiteren bin ich stolz auf das neue Krippenhaus, das Jörg Deinlein, Heiner und Katja Köhler, Markus und Mario Richter gebaut haben." Beschlossen wurde, an jedem ersten Sonntag im Monat eine Andacht in der Kirche zu feiern, im Mai, Oktober und im Advent sogar wöchentlich. Joseph Beck