Als sich selbst vermarktender Profi war das Triathlon-Jahr von Andreas Dreitz frustrierend. Der erste Wettkampf im Jahr, der Ironman Südafrika, wurde kurzfristig abgesagt. Die gesamte Vorbereitung unter anderem mit einem Trainingslager auf Gran Canaria war für die Katz'. In Südafrika wollte sich der am heutigen Silvestertag 32 Jahre alt werdende Michelauer für die Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober qualifizieren.

Im März konnte Dreitz noch nicht ahnen, dass sowohl Hawaii als auch im Juli die Challenge in Roth, wo er seinen Titel aus 2019 verteidigen wollte, aufgrund der Pandemie ins Wasser fielen.

Erst im September bestritt der Profi aus dem Team Erdinger-alkoholfrei seinen ersten von lediglich vier Wettkämpfen in diesem Jahr. Beim 70.3-Ironman in der estnischen Hauptstadt Tallinn wurde Dreitz in einem starken Feld Dritter hinter dem Start-Ziel-Sieger Daniel Baekkegard (Dänemark) und seinem deutschen Landsmann Sebastian Kienle. Zwei Wochen später durfte der Oberfranke in einem Einladungsrennen des Blog-Portals pushing limits über die Olympische Distanz sein Können zeigen. Gegen starke Kurzdistanz-Athleten reichte es zu Platz 13.

In den USA beendete Dreitz seine Saison dann überaus erfolgreich, auch wenn von den drei geplanten Wettkämpfen nur zwei stattfanden. Zunächst belegte er beim Ironman Florida Platz 4. Die Freude über das gelöste Hawaii-Ticket für 2021 übertraf den Ärger über das verpasste Podium. Der 70.3-Wettbewerb in Texas fiel aus. Er sollte als Vorbereitung für die PTO-Weltmeisterschaft in Daytona Beach dienen. Hier landete Dreitz auf der verkürzten Mitteldistanz gegen die Weltelite auf Rang 10 und erhielt ein Weihnachtsgeld von 17 000 US-Dollar. us