Ein Gesamtvolumen von rund 4,65 Millionen Euro sieht der Haushalt des Marktes Burgpreppach für das Jahr 2016 vor, jeweils 2,3 Millionen Euro im Verwaltungs- und im Vermögenshaushalt. Die Gewerbesteuereinnahmen liegen bei 180 000 Euro, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bei 555 220 Euro, die Schlüsselzuweisungen bei 537 804 Euro. Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim, Georg Metzger, stellte das Zahlenwerk dem Gemeinderat vor. Dass darin eine Neuverschuldung von knapp über einer Million Euro vorgesehen ist, gefiel nicht allen Ratsmitgliedern und so fand der Haushaltsplan Zustimmung nur bei sechs der neun anwesenden Räte. Mit der Neuverschuldung verdoppelt sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 583,41 auf etwa 1200 Euro.
Der Gemeinderat Helmut Schwappach (Gemeinwohl) gab zu bedenken, dass nicht alles, was man möchte, auch machbar sei, und forderte die Zurückstellung einiger Investitionsmaßnahmen. Jörg Denninger (Gemeinwohl) rechnete vor, dass im Jahr 2017 eine weitere Verschuldungssteigerung zu erwarten sei. Gemeinderat Reinhold Klein (GLB) hielt dagegen, dass es sich um dringend notwendige Investitionen in die Zukunft handle. Bürgermeister Hermann Niedeck (CSU) pflichtete ihm bei, denn man müsse für die jungen Menschen eine Infrastruktur erhalten und auf den neuesten Stand bringen.
Große Ausgaben sind 286 000 Euro für die Tageseinrichtung für Kinder (BayKiBiG), die Kreisumlage mit 458 180 Euro, die Umlage der Verwaltungsgemeinschaft und dergleichen mit 175 000 Euro sowie Personalkosten von 281 000 Euro.
Bei den Investitionen schlagen der Radwegebau mit 92 318 Euro, der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Üschersdorf (Gehweg) 255 000 Euro, die Abwasserbeseitigung in Üschersdorf mit 170 000 Euro, das Kernwegenetz mit 140 000 Euro, Wasserversorgung (zumeist Üschersdorf) mit 283 000 Euro besonders zu Buche. Für den DSL-Ausbau fallen 650 000 Euro an, die aber bis auf etwa 100 000 Euro wieder ersetzt werden. Abrissarbeiten, die zum Neubau des Mehrgenerationenhauses in Burgpreppach erforderlich werden, kosten 220 000 Euro. In der Aussprache wurden einzelne Zahlen hinterfragt und gerade gerückt, etwa die zu hoch angesetzten Einnahmen aus dem Wasserverkauf an Hofheim. Hier läuft, wie es hieß, gerade eine Versuchsphase, ein Wasserlieferungsvertrag sei noch in Bearbeitung.


Steuersätze bleiben konstant

Die Kosten für Erhaltungsmaßnahmen und den Winterdienst an den Straßen mussten um 10 000 Euro nach oben korrigiert werden. Die Hebesätze für Grundsteuern bleiben unverändert. Kämmerer Metzger trug den Rechenschaftsbericht für das Rechnungsjahr 2014 vor. Im Vergleich zum Planungsansatz wurde sowohl im Verwaltungs- wie auch im Vermögenshaushalt ein Überschuss erwirtschaftet, Kreditaufnahmen waren nicht nötig geworden. Den Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses trug Gemeinderat Helmut Schwappach vor. Die Prüfung hatte in Stichproben stattgefunden. Seinem Vorschlag auf Entlastung der Gemeindeverwaltung folgte das Ratsgremium einstimmig.


Dringender Handlungsbedarf

Für die Wasserversorgung des Marktes Burgpreppach sind der Austausch der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) und Fernwirktechnik sowie eine Neueinrichtung eines Prozessleitsystems vorgesehen. Bauhofleiter Manfred Schirdewan stellte im Einzelnen vor, wie die beiden Brunnen, die Osmoseanlage, das Maschinenhaus und die Hochbehälter Rauhberg und Eichelberg zur Überwachung der gesamten Wasserversorgung mit dem Bauhof verbunden werden sollen.
Angesichts der veralteten und sehr reparaturanfälligen Technik besteht seiner Ansicht nach dringender Handlungsbedarf. Für die Durchführung der Maßnahme werden die nötigen Ausschreibungen erfolgen.
Auch wenn der Bürgermeister den Sinn der Maßnahme nicht eindeutig erklären konnte, stimmte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme der Widmung eines Gemeindegrundstückes in dem Gemeindeteil Üschersdorf als "öffentlichen Platz" zu.
Mehrere Bauwünsche von Privatpersonen wurden einstimmig bewilligt, denn "Gott sei Dank, dass wieder einer bauen will und hier bleibt", so Bürgermeister Niedeck.