Gleich im ersten Jahr ihres Bestehens musste die Raiffeisenbank Fränkische Schweiz (Hollfeld, Aufseß, Waischenfeld, Heiligenstadt) ihre Vertreterversammlung im Juni aufgrund des Versammlungsverbotes absagen. Da der Jahresabschluss, die Gewinnverwendung und auch die Wahlen zum Aufsichtsrat laut Genossenschaftsgesetz jährlich durchzuführen sind, ergriffen die Verantwortlichen der Bank die Möglichkeit zu einer schriftlichen Abwicklung. Diese Vorgehensweise ist in Corona-Zeiten ausdrücklich erlaubt.

Nachdem der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Stephan Keller (Waischenfeld) im Frühjahr bereits den Jahresabschluss mit einer Bilanzsumme von 281 Millionen Euro genehmigt hatte, oblag es ausschließlich den Vertretern, die weiteren Beschlüsse herbeizuführen. Die Beteiligung der Vertreter war laut Pressemitteilung mit 89 Prozent sehr hoch. Vorstand und Aufsichtsrat wurden bei jeweils einer Gegenstimme mit 98,6 Prozent entlastet. Auch eine Satzungsänderung zur Erweiterung der Geschäfte der Bank wurde mit 96 Prozent angenommen.

Die Dividende

Der Vorschlag der Verwaltung, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von zwei Prozent an die Mitglieder auszuschütten, wurde mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung genehmigt.

Die Wahlen

Die Wahlen zum Aufsichtsrat liefen in diesem Jahr auch etwas anders ab. Helmut Stenglein aus Hollfeld schied turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus und konnte wegen der satzungsgemäßen Altersbeschränkung nicht mehr wiedergewählt werden. Der Aufsichtsrat entschied sich, eine Nachwahl auf die nächste Versammlung im Sommer 2021 zu verlegen. Eine offizielle Verabschiedung von Helmut Stenglein, der 15 Jahre im Aufsichtsrat der früheren Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß und jetzt Fränkische Schweiz mitwirkte, fiel auch dem Coronavirus zum Opfer. Sie soll bei einer späteren Gelegenheit nachgeholt werden.

Gisela Hofmann (Königsfeld) schied ebenfalls turnusgemäß aus. Sie wurde mit 93 Prozent wiedergewählt. Drei weitere Stimmzettel erhielten jeweils andere Namen. Das Geschäftsjahr 2019 wurde auf diese Weise endgültig abgeschlossen.

Trotz Corona-Einschränkungen zeichne sich für die Raiffeisenbank Fränkische Schweiz den Angaben zufolge ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2020 ab. Der Geschäftsbetrieb lief bisher ohne größere Einschränkungen weiter. Vorstand und Aufsichtsrat hoffen, im nächsten Jahr wieder eine normale Versammlung mit der persönlichen Anwesenheit der Vertreter durchführen zu können. red