Die Jahresversammlung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Heinrich begann mit einem Gottesdienst. Präses Pfarrer Günter Höfer sagte, dass es eine wichtige Aufgabe sei, sich für Gerechtigkeit einzusetzen.
Gerechtigkeit sei ein Teil der Seelsorge: Der Sonntag müsse zum Beispiel für die Gesellschaft Sonntag bleiben. Dafür kämpfe die KAB.
Bei der Versammlung im Pfarrheim St. Heinrich hätten turnusgemäß Neuwahlen auf dem Programm stehen müssen. Doch im Vorfeld zeigte sich bereits, dass für die ausscheidende Vorsitzende Angelika Scherzer keine Kandidatin und kein Kandidat zur Verfügung steht.
Der Versammlung wurde daher empfohlen, einer Fusion mit den beiden KAB-Ortsverbänden St. Anna und St. Kunigund zuzustimmen.
Unter der Voraussetzung, dass der bisherige Vorstand in St. Heinrich seine Tätigkeit bis zum Jahresende kommissarisch weiterführen soll, hat die Versammlung den Antrag zur Fusion einstimmig angenommen. Somit könnte ab 1. Januar 2017 der neue KAB-Ortsverband unter dem Namen KAB Bamberg-Ost seine Arbeit aufnehmen.
Angelika Scherzer, die das Amt der Vorsitzenden 20 Jahre inne hatte, blickte in ihrem letztem Rechenschaftsbericht auf 2015 zurück. Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres wurde mit Beifall belohnt: die Arbeit des KAB-Frauen-Aktivkreises. Mit Eifer hatten die Damen weihnachtliche Geschenkartikel im Wert von 3500 Euro "erbastelt": Aus dem Erlös erhielt die Pfarrei 2500 Euro für Asylantenhilfe. Außerdem sind 500 Euro für das Hilfsprojekt der KAB auf Madagaskar und 500 Euro für "Menschen in Not" bereitgestellt worden. Der Kreisverbandsvorsitzende Bamberg-Stadt, Heinrich Hummel, äußerte seine Vorstellungen zur Fusion der KAB im Seelsorgebereich Bamberg-Ost; vor allem ermunterte er alle, in dieser Zeit des Umbruchs mitzuwirken.
Für ihre Treue wurden geehrt: für 70 Jahre Mitgliedschaft Anna Würtz und für 40 Jahre Brigitte Ott. Auch 2016 biete die KAB ein Programm, das, so Angelika Scherzer, auch Nichtmitgliedern offenstehe. Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 0951-1 70 98. Horst Battert