Bei der Generalversammlung der Siedler- und Wohnungsbaugenossenschaft Bad Kissingen e.G. legte der Vorstand eine geordnete Bilanz vor.

Vorsitzender und Geschäftsführer Alexander Koller trug den Geschäftsbericht und den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2017 vor. Die ehemals gemeinnützige Genossenschaft, die mittlerweile als reine Vermietungsgenossenschaft fungiert, hatte zum Ende des Geschäftsjahres 2017 insgesamt 167 Mitglieder mit insgesamt 444 Geschäftsanteilen, berichtet Koller. Zwölf Mitgliederzugängen standen zehn ausscheidende Mitglieder gegenüber.

In der Von-Henneberg-Straße, Dientzenhoferstraße und Peter-Heil-Straße werden 32 Häuser mit 187 Wohnungen und 16 sonstige Mieteinheiten bewirtschaftet. Leerstand hält sich in Grenzen, so dass Vorstand und Aufsichtsrat sehr zufrieden mit der aktuellen Vermietungssituation sind, hieß es bei der Versammlung.

Für Instandsetzung und Modernisierung wurden im Geschäftsjahr 2017 über 232 000 Euro ausgegeben. Dazu waren 80 000 Euro aus den sonstigen Rücklagen für Bauinstandhaltung aufgelöst und schließlich ein Bilanzgewinn von 6002 Euro erzielt worden.

Neuwahl im Vorstand

Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Hippler bestätigte, dass die Verwaltungsorgane ihren gesetzlichen und satzungsgemäßen Pflichten nachgekommen sind, und stellte fest, dass die Vermögens- und Finanzverhältnisse geordnet und die Zahlungsbereitschaft gewährleistet sei.

Auf Antrag wurden sowohl der vorgelegte Jahresabschluss als auch die Zuführung des Reingewinns zu den sonstigen Rücklagen von den Mitgliedern genehmigt. Gleiches galt für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Erwin Geßner und Alexander Koller schieden turnusgemäß nach einer dreijährigen Amtszeit aus dem Vorstand aus, erklärten sich aber bereit, wieder zu kandidieren. Sie wurden beide erneut in den Vorstand gewählt.

Anschließend nutzte Koller die Generalversammlung, um das Eine oder Andere im Sinne des Genossenschaftsgedankens anzusprechen und bedankte sich bei den Mietern, die die Pflege der Bepflanzung vor ihrem Haus übernommen hatten.

Aktive Mieter mit Ideen

Ein großes Lob sprach Koller dem Bürgerkreis Nord-Ost aus, der zum großen Teil aus Mietern der Genossenschaft besteht. Sie treffen sich regelmäßig mit Mitarbeitern des städtischen Bauamtes und bringen ihre Ideen in die Gestaltung der Siedlung ein.

Ergebnisse sind zum Beispiel die Gestaltung des großen Spielplatzes in der Von-Henneberg-Straße und des Bürgerplatzes. Mit Aktionen wie Schafkopfturnier und Weihnachtsbasar generieren sie engagiert finanzielle Mittel, um auch zukünftig in der Siedlung mitbestimmen und mitgestalten zu können. Das ebenfalls vom Bürgerkreis organisierte Sommerfest mit Liveband war trotz der gerade an diesem Tag schlechten Wetterverhältnisse ein voller Erfolg, so Koller.

Zum Abschluss ging Alexander Koller kurz auf einen möglichen Wohnhausneubau durch die Genossenschaft ein. So fanden bereits Gespräche mit der Bauabteilung der Regierung von Unterfranken, mit den Bad Kissinger Stadtwerken und mit der Bauverwaltung der Stadt Bad Kissingen statt.

Der Vorstand der Genossenschaft werde aber die Bautätigkeit nicht aufnehmen, bevor feststeht, dass dadurch die Handlungsfähigkeit für den übrigen Wohnungsbestand nicht eingeschränkt wird, so Koller. red