Ein erklärter Wunsch der vier Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt sowie der Stadt Schweinfurt ist der Beitritt in den Verkehrsverbund Mainfranken VVM zum 1. August 2022. So entstünde gemessen an der Einwohnerzahl (945 000) der drittgrößte Verkehrsverbund in Bayern, bezogen auf die Fläche wäre es sogar der zweitgrößte. Neben den knapp 440 000 Einwohnern des Beitrittsgebietes würden auch die etwa 510 000 Einwohner des aktuellen Verkehrsverbundes von der Vergrößerung profitieren. Die Bestrebungen der mainfränkischen Gebietskörperschaften in Sachen Verbundraumerweiterung haben nun erste Früchte getragen, heißt es in einer Mitteilung der Nahverkehr Mainfranken GmbH. Der Freistaat Bayern, dessen mittelfristiges Ziel es ist, nach und nach alle Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern einem Verkehrs- und Tarifverbund anzugliedern, unterstützt dieses Vorhaben nun durch die Förderung der Kosten einer Grundlagenstudie zu 90 Prozent. Dies entspricht einer Summe von bis zu 1,2 Millionen Euro. Die Förderbescheide haben Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart den Vertretern der Nahverkehr Mainfranken GmbH NVM und den fünf Kommunen in Nürnberg überreicht. Auf Basis der Grundlagenstudie soll ermittelt werden, ob der Beitritt dieser fünf Gebietskörperschaften zum VVM verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Liefert die Studie ein positives Ergebnis, so stellt der Freistaat den Kommunen auch eine weitere Förderung für die Einmal- und Dauerkosten der Verbundintegration in Aussicht. Mit den Ergebnissen der Studie wird bis Mitte 2022 gerechnet.

"Ich freue mich sehr, dass der Freistaat Bayern dieses wichtige Vorhaben von Anfang an unterstützt. Das zeigt, wie wichtig und zukunftsweisend das Thema ÖPNV ist und dass wir hier in unserer Region auf dem richtigen Weg sind", sagte Landrat Thomas Bold bei der Übergabe des Bescheids, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Bad Kissingen. red