Der Stadtrat von Coburg hat vor kurzem beschlossen, der Arbeitsgemeinschaft Bahnlückenschluss Südthüringen beizutreten, die Mitglieder des Kreistags Coburg wollten dies mehrheitlich nicht. Nun reagieren "Pro Bahn Regionalgruppe Coburg/Südthüringen" und die VCD-Kreisgruppe Coburg in einer Medieninformation auf diese konträren Beschlüsse. "Zum wiederholten Male hat sich die Stadt Coburg einstimmig für den Bahnlückenschluss nach Südthüringen bekannt. Damit haben die Stadträte herausgestellt, dass dem Oberzentrum die Wichtigkeit einer guten Bahnanbindung bewusst ist. Dabei ist der Lückenschluss ein Baustein für den angestrebten Zweistundentakt mit ICE-Zügen", stellt Gerd Weibelzahl von der Kreisgruppe Coburg das eindrucksvolle Bekenntnis seitens des Gremiums heraus. Im Coburger Kreistag hatte sich keine Mehrheit für einen Grundsatzbeschluss zur Reaktivierung einer Bahnstrecke nach Südthüringen gefunden. Allerdings wurde mit 29:28 Stimmen beschlossen, der Interessengemeinschaft zur Realisierung des Schienenlückenschlusses nach Südthüringen beizutreten. Weibelzahl kommentiert dies so: "Dies zeigt, dass es wichtig ist, die Bedenken der Parlamentarier ernst zu nehmen und noch mehr den Dialog mit dem Landkreis zu führen."

Burkhard Eßig vom Fahrgastverband "Pro Bahn" blickt in die Zukunft: "Wir sind dankbar, dass die IHK zu Coburg und die IHK Südthüringen ein Gutachten zur Nachfrageprognose vergeben werden. Wichtig ist es weiterhin, dass endlich auch die Südthüringer Landkreise Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen sowie die Stadt Hildburghausen beschließen, der Arbeitsgemeinschaft beizutreten." Hauptaufgabe der kommunalen Arbeitsgemeinschaft werde es sein, ein Raumordnungsverfahren zu begleiten. red