Eine Ringbuslinie, die die Lauterer Höhe mit der Hochschule, Coburger Firmen und der Innenstadt verbindet: Das war der Vorschlag der Wählergemeinschaft Pro Coburg (WPC), doch im Senat für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen gab es keine Unterstützung dafür. Das wiederum bedauert die Kreisgruppe des Verkehrsclub Deutschland (VCD). Damit verpasse Coburg eine Chance, das Buskonzept an die Stadtentwicklung anzupassen, erklärte Sprecher Gerd Weibelzahl. Er verweist auf die Firmen und Handelsflächen auf Bertelsdorfer und Lauterer Höhe und dass sich auch die übrigen großen Arbeitgeber am Rand der Stadt befinden. Die Hochschule habe Flächen am Hofbrauhaus erschlossen. Gleichzeitig seien die Fahrgastzahlen in den Stadtbussen gesunken. "Es erscheint uns nicht sinnvoll, wenn die Finanzmittel gerade in die Fahrtmöglichkeiten zur Innenstadt gesteckt werden sollen. Hier gibt es bereits ein gutes Angebot teilweise im Viertelstundentakt, aber zumindest im Halbstundentakt."

Weibelzahl erläutert die Problematik am Beispiel der Strecke zwischen Scheuerfeld und dem HUK-Coburg-Standort Bertelsdorfer Höhe: "Mit dem Auto braucht man auf der direkten Strecke zehn Minuten und mit dem Fahrrad immerhin 20 Minuten. Hingegen muss der Buskunde den Umweg über den Theaterplatz nehmen, so dass sich eine sehr lange Fahrtzeit von 30 Minuten ergibt. Die Mobilitätsforschung zeigt, dass ÖPNV-Verbindungen angenommen werden, wenn die Fahrtzeit maximal 50 Prozent länger ist als mit dem Pkw. Somit ist es notwendig, dass man diese Strecke innerhalb von 15 Minuten zurücklegen kann, damit die Bürger bereit sind, den Stadtbus zu benutzen." Im Senat hatte es unter anderem geheißen, eine Ringbuslinie würde zu viele Busse und Fahrer binden. sb