Bamberg — Die Fraktionsvorsitzenden von CSU und SPD, Helmut Müller und Klaus Stieringer, haben sich bei einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Oberfränkischen Handwerkskammer, Matthias Graßmann, mit Kritik aus den Kreisen der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft an der Vergabepraxis der Stadtwerke und der Stadtbau GmbH auseinandergesetzt. In der Pressemitteilung der beiden Fraktionen wird Graßmann zitiert: "Gerade hier werden die Vergabe von kommunalen Aufträgen nicht transparent und offen genug praktiziert."
Um diesen Vorwurf in den zuständigen Gremien der Stadt zu entgegnen, haben die Fraktionsvorsitzenden nun OB Andreas Starke (SPD) darum gebeten, die derzeitige Vergabepraxis in den jeweiligen Aufsichtsräten aufzuzeigen, um die zukünftigen Vergaben noch transparenter gegenüber der Privatwirtschaft zu gestalten. "Ziel unserer Initiative ist die höchstmögliche Transparenz bei der Vergabe von Aufträgen der Stadt und der städtischen Gesellschaften", so Stieringer.
"Die Kritik aus den Handwerksverbänden müssen wir ernst nehmen und in den zuständigen Gremien diskutieren. Insbesondere bei den städtischen Gesellschaften ist es unbedingt notwendig, dass Vergaben offen, transparent und nachvollziehbar getroffen werden. Hier scheint es Defizite zu geben", so Müller. Die Stadtratsfraktionen aus CSU und SPD versprechen sich von ihrer "Transparenz Initiative", dass sich zukünftig noch mehr Unternehmen an den Vergaben beteiligen. Zunehmende Offenheit und Klarheit werde dafür sorgen, dass sich mehr Unternehmen an den Ausschreibungen und Vergaben der Stadt und ihrer Töchter beteiligen.
"So hat jeder Anbieter in Bamberg eine höhere Chance, mit guten Preisen und anständiger Qualität Aufträge der Stadt zu ergattern", betont Helmut Müller. Einigkeit besteht in den Fraktionen darüber, dass die "Transparenz Initiative" am Ende sogar noch Steuergelder sparen kann. red