Im Zusammenwirken der 18 Vereine der Fußball-Bayernliga Nord und dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) in Person von Spielleiter Thomas Unger aus Konradsreuth in Oberfranken überwiegen die positiven Dinge deutlich. Es gibt aber auch Kritikpunkte, wie bei der Winterarbeitstagung in Bamberg deutlich geworden ist. Das Miteinander zwischen Klubs und Schiedsrichtern passt im Großen und Ganzen.
Erstmals, so hieß von Seiten der Sportgerichtsbarkeit, steht die Nordstaffel im Vergleich mit dem Süden besser da. Alle Vereine der Bayernliga Nord nehmen am neuen Fernsehprojekt des BFV teil. Ligaleiter Thomas Unger zeichnete in seinem Vortrag ein positives Bild vom Miteinander. Positiv erwähnte Unger auch: "Trotz aller Rivalität verstehen sich die Vereine untereinander gut, und jeder hat zumeist für die Anliegen des Konkurrenten Verständnis."


Nicht immer herrscht Konsens

Es gab aber auch kritische Anmerkungen des Spielleiters. So gab es nicht immer einen Konsens, was die Ansetzungen der Nachholspiele betraf. Für Aufregung hat die Spielabsage des SV Haibach gegen den VfB Eichstätt Mitte Oktober gesorgt. Der Verein hatte schlechtes Wetter geltend gemacht. Es lagen allerdings offensichtlich andere Gründe nach einer Trainertrennung und dem Rücktritt zahlreicher Funktionäre und ehrenamtlicher Helfer zugrunde. Die Zuschauerzahlen sind zwar in den letzten Jahren relativ gleich geblieben, aber auch hier sollte nach Meinung der anwesenden Vereinsvertreter eine Steigerung möglich sein. "Hier gibt es sicherlich kein Allheilmittel, sondern jeder Verein müsste für sich nach Veränderung oder Verbesserung schauen", sagte Unger dazu.


Probleme mit Coaching-Zone

Vom Verbandsschiedsrichterausschuss informierte Walter Moritz (Haßfurt), der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA), die Vereine über die Regeländerungen, die seit Saisonbeginn zur Anwendung kommen. Nicht immer rund lief der Umgang zwischen Assistenten und den Personen in der Coaching-Zone. "Hier gab es von Seiten der Vereine manche Kritik, die aber auch auf Gegenseitigkeit beruht", erklärte der Schiedsrichterboss.
Verbandsanwalt Christian Schödel aus Kirchenlamitz teilte den Vereinsvertretern mit, dass erstmalig die Nord-Staffel weniger Verwarnungen, Gelb-Rote und Rote Karten als der Süden kassiert hat. Der Statistik ist zu entnehmen: In der Südgruppe gab es 46 Mal "Gelb-Rot" und 31 Mal "Rot", im Norden nur 43 bzw. 21 Mal. "Eine gute Bilanz", zeigte sich Schödel zufrieden, der hofft, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.


Wochenende zur Organspende

Verbandsspielleiter Josef Janker informierte über aktuelle Themen des Verbandes. Ausführlich wurde über den Paragraf 33 der Spielordnung "Vorlage der Spielberechtigung" referiert. Das Spielwochenende zur Organspende vom 28. April bis 1. Mai wurde angesprochen und die einzelnen Möglichkeiten der damit zusammenhängenden Aktionen vorgestellt. Der Vortrag des Verbandsspielleiters endete mit der Beantwortung der Fragen, die im Zusammenhang mit der neuen Kameratechnologie der Firma sport-total.tv noch im Raume standen. Alle Vereine der Bayernliga nehmen an dem Pilotprojekt teil. Zurzeit werden die Kameras in Betrieb genommen.


Zulassungsverfahren bleibt

Im Ausblick auf die restliche Saison wurde auch das Zulassungsverfahren angesprochen, das für die Saison 2017/18 wieder zur Anwendung kommt. Die Auf- und Abstiegsregelung wurde ebenfalls kurz angerissen, bei der es aber wie beim Zulassungsverfahren keine Änderungen gibt. dme