Schwürbitz — Immer mehr Schützenvereine haben elektronische Schießanlagen. Bei ihrer Hauptversammlung beschlossen die Schwürbitzer Schützen deshalb, in eine solche Anlage für mindestens zehn Luftgewehr-Stände zu investieren. Ziel ist es, diese spätestens 2016 nutzen zu können.
Schützenmeisterin Christine Haasenstrauch hielt einen kleinen Rückblick über das abgelaufene Schützenjahr 2014. In Eigenleistung wurden die Fassade von Schützenhaus und Schießhalle neu gestrichen, der Sockel abgeklopft und erneuert, die Fensterläden renoviert. Das Jedermannschießen werde nach wie vor von der Bevölkerung und den Ortsvereinen sehr gut angenommen, sagte Haasenstrauch. Es sei am Dreikönigstag der erste Höhepunkt des Jahres.
Zufrieden war der Vorstand mit dem Ablauf des traditionsreichen Schwürbitzer Schützenfestes. "Lediglich am Sonntag hat uns das Wetter etwas geärgert", ergänzte die Schützenmeisterin. Dank zollte sie den vielen freiwilligen Helfern, denn ohne diese sei ein Fest in so einer Größenordnung undenkbar. Unterstützt vom Männergesangsverein "Cäcilia" ließ man die Kirchweih im Schützenhaus wieder aufleben. Die Resonanz sei so fantastisch gewesen, dass man plane, dies auch 2015 zu wiederholen, sagte die Schützenmeisterin.

"Der Königsschuss ist Pflicht"

Leider sei das Königsessen nicht so gut besucht gewesen wie gedacht. "Grund ist wohl, dass nicht sehr viele Mitglieder den Königsschuss abgegeben haben", meinte Haasenstrauch und erinnerte daran, dass es zur Ehrenpflicht der Schützen gehöre, den Königsschuss abzugeben. Die anwesenden Mitglieder stimmten dieser Aussage voll und ganz zu.
Kassenwart Reinhold Reuß gab Einblicke in die finanzielle Situation der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Schwürbitz. Das zurückliegende Jahr sei finanziell solide verlaufen, jedoch stiegen die Unterhaltskosten stetig an.
Potenzial für Einnahmen sieht der Schatzmeister in der Vermietung der Räumlichkeiten im Schützenhaus. Nahezu sämtliche Feierlichkeiten könnten von Nichtmitgliedern abgehalten werden. Bei Interesse sollte Kontakt zum Vorstand aufgenommen werden.

Umgang mit dem Luftgewehr

"30 Teilnehmer beim Jugend-Zeltlager, so viele hat es schon lange nicht mehr gegeben", berichtete Jugendleiter Jochen Höppel stolz. Er und Robin Beierlipp seien stets bemüht, den Jugendlichen den verantwortungsvollen und sensiblen Umgang mit dem Luftgewehr beizubringen.
Bei den Jugendlichen stünden die Gemeinschaft und der Zusammenhalt an vorderster Stelle. In diesem Jahr soll, wie bereits 2014, eine Fahrt zum Oktoberfest angeboten werden. Im Schützenzelt wird dann am Oktoberfest-Landesschießen teilgenommen.
Die Damenabteilung gibt es bei den Schwürbitzer Schützen seit über 30 Jahren. Sie ist im Vereinsleben tief verwurzelt. Ob Damenfasching, Damenausflug oder Damenvergleichsschießen, es wird für jedes Alter immer irgendetwas geboten. Gerade hier zeige sich, wie Jung und Alt zusammen etwas bewegen könnten, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.
Die "Abteilung Sport" konnte von einigen Erfolgen der Schwürbitzer Schützen in der Bezirksliga und bei der oberfränkischen Meisterschaft berichten. red