Zum ersten Mal fand die Mitgliederversammlung von Oberfranken Offensiv e.V. virtuell statt. Die beiden Vorsitzenden, Staatsministerin Melanie Huml und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, informierten die Mitglieder über die Aktivitäten des Vereins und gaben einen Abriss über laufende und kommende Projekte. Aktuell zählt der Verein 320 Mitglieder, laut der Pressemitteilung so viele wie noch nie in seiner Geschichte.

Direkt nach der Begrüßung durch Melanie Huml hielt Prof. Claus-Christian Carbon vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ein Impulsreferat zum Thema "Oberfranken in Corona-Zeiten: digital und zukunftsorientiert". Neben einer Analyse der vergangenen Wochen und der aktuellen Situation zeigte er auch Wege auf, um die Post-Corona-Zeit möglichst positiv zu gestalten.

Melanie Huml bot im anschließenden Jahresbericht einen umfangreichen Überblick über die Aktivitäten von Oberfranken Offensiv e.V.: Das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken war auch 2019 eines der Leuchtturmprojekte und hat mit seinen eigenen Projekten Kommunen tatkräftig bei der Umsetzung von demographierelevanten Themen unterstützt. Das äußerst erfolgreiche Projekt "Mitfahrbänke" wurde 2019 weiter ausgebaut, wobei es eine enorme Eigendynamik erfahren hat. Rund 180 entsprechende standen bis zum Jahresende in ganz Oberfranken. Dazu wurde im Herbst die beliebte Radioaktion "Gschichtla vom Bänkla" mit dem Lokalrundfunksender Radio Plassenburg durchgeführt. Ebenfalls großen Zuspruch genoss das Kulturnetzwerk Silberfilm, das die kulturelle Teilhabe aller Menschen, vor allem älterer und Personen mit Demenz, fördert. Im Projekt SmartSpaceOberfranken wurde ein Zukunftswettbewerb ausgeschrieben, den die Gemeinde Steinbach am Wald gewann. Dazu gab es noch einen Abriss über Exkursion und Fachforen des DemKo sowie über die Jahrestagung samt Imageanalyse.

Vorreiter in der Telemedizin

Gerade in Corona-Zeiten relevant, wurde auch herausgestellt, dass Oberfranken Offensiv mit dem Projekt Gesundheitsversorgung 4.1 im Förderprojekt "Gesellschaft 4.1: Digitales Land - Digitale Kommune" deutschlandweit Vorreiter in der Telemedizin ist. Zum Jahresende 2019 haben bereits 32 Mediziner, zehn Pflegeheime und ein ambulanter Pflegedienst aktiv teilgenommen. Weitere Projekte von Oberfranken Offensiv e.V. wie Jugend forscht/Schüler experimentieren, Aktivregion Oberfranken, die Dialogreihe "Heimat gestalten - Oberfranken entdecken" und nicht zuletzt die Internationale Grüne Woche in Berlin sollen fortgeführt werden.

In der abschließenden Abstimmung entlasteten die Mitglieder von Oberfranken Offensiv den Vorstand ohne Gegenstimme. red