Der Verein Henneberg-Itzgrund-Franken löst sich auf. Bei einer Mitgliederversammlung in Schleusingen wurde das mehrheitlich beschlossen. Mehr als ein Drittel der 2018 noch rund 50 Mitglieder Mitglieder sind mittlerweile bereits dem Fränkischen Bund beigetreten, wie die scheidende Vereinsführung des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken informierte. In einer Pressemitteilung hatte Gründer und Vorsitzender des Vereins, Martin Truckenbrodt, zu der Entscheidung Stellung genommen.

"Nachdem Bodo Ramelow anlässlich des ersten länderübergreifenden Tags der Franken in Sonneberg und Neustadt als erster Ministerpräsident Thüringens mehrfach öffentlich anerkannte und erklärte, dass Franken aus kultureller und historischer Sicht natürlich von Süden her bis zum Rennsteig reicht, und diesbezüglich eine Überprüfung der Lehrmittel der Schulen in Thüringen ankündigte, sehen die Mitglieder des überparteilichen Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken einen wichtigen Meilenstein bezüglich ihres im August 2013 gestarteten Engagements für die Anerkennung der kulturräumlichen und historischen Eigenständigkeit der Region zwischen Rennsteig und der thüringisch-bayerischen Landesgrenze innerhalb des Bundeslandes Thüringen als erreicht", heißt es in der Mitteilung.

Truckenbrodt enttäuscht

Truckenbrodt verbirgt aber auch nicht die Enttäuschung über Misserfolge des Vereins. So sei der Landkreis Hildburghausen immer noch nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum der Metropolregion Nürnberg beigetreten, wie es der Verein angestrebt hat. Und auch eine Anpassung des Zuständigkeitsbereichs der IHK Südthüringen ist nicht erfolgt. red