Er gilt als der "Gesellenvater", hat sich zeitlebens für soziale Belange eingesetzt, und auf der ganzen Welt findet man Häuser mit seinem Vermächtnis: Adolph Kolping (1813 - 1865). Kolping setzte sich für die seinerzeit sozial schwach gestellten Handwerksgesellen ein, sprach auch gezielt soziale Missstände an. Bis zu seinem Tod hat der Sozialreformer über 400 katholische Gesellenvereine in Europa gegründet. Heute ist sein Werk in über 60 Ländern der Erde mit über 400 000 Mitgliedern verbreitet. Unter dem Motto "Verantwortlich leben, solidarisch handeln" finden Menschen aller Altersstufen zusammen.

Noch heute gedenken die Kolpingsfamilien in der ganzen Welt ihres Gründervaters. Auch in Bamberg feierten die Mitglieder der Kolpingsfamilie den Gedenktag und hatten dazu ins Kolpinghaus eingeladen. "Seit 163 Jahren ist sie eine fest verwurzelte Gemeinschaft im Leben der Stadt und engagiert sich seit ihrer Gründung 1855 in diversen kirchlichen, sozialen und kulturellen Bereichen der Domstadt", sagte Vorsitzender Wolfgang Burgis in seiner Begrüßungsrede.

Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern konnte Burgis ganz besonders neben Präses Pfarrer Heinz Oberle auch Ehrenmitglied Norbert Seiler und als Festredner Dompfarrer Domkapitular Markus Kohmann begrüßen.

Dank und Anerkennung

Anschließend zeichnete Burgis sechs Kolpingmitglieder für ihre Treue zu Kolping und seinem Werk aus und sprach den Jubilaren Dank und Anerkennung aus. Sie alle wurden mit Urkunde und Ehrennadel bedacht. Für 25 Jahre wurden geehrt: Lydia Einwich-Kölbl und Peter Kölbl. Für 40-jährige Zugehörigkeit gab es die Auszeichnung für Maria Förtsch. Seit 50 Jahren ist bei Kolping Gerhard Kirchner; seit 60 Jahren Hermann Sauer und Peter Kohler.

Monika Flanse, stellvertretende Vorsitzende, freute sich darüber, drei neue Mitglieder in die Kolpinggemeinschaft begrüßen zu können. Dabei segnete Pfarrer Oberle zuvor die Kolpingnadeln. Mit dem Überreichen des Kolpingzeichens und einem Händedruck über dem Kolpingbanner erfolgte die Aufnahme der neuen Mitglieder. Domkapitular Markus Kohmann referierte über "Da hat man etwas fürs Leben - Wie der Glaube uns zu leben hilft".

Beim Gedenkgottesdienst und dem anschließenden Beisammensein konnten auch 47 Südtiroler Kolpingmitglieder aus Bozen und Umgebung begrüßt werden, die sich zu Besuch in Bamberg aufhielten und es sich nicht nehmen ließen, den Kolpinggedenktag mitzufeiern. Die Kollekte zugunsten des Fördervereins der Lebenshilfe erbrachte den stolzen Betrag von 400 Euro. Musikalisch umrahmt wurde der Gedenktag vom Blechbläserensemble "Trumpet Voluntary" unter der Leitung von Stephan Putz. Josef Wachtler