Eltmann — Wenn Erster und Zweiter in der 2. Volleyball-Liga Süd aufeinander treffen, dann sind die Erwartungen natürlich hoch. Die L.E. Volleys Leipzig und die Oshino Volleys des VC Eschenbacher Eltmann Eltmann begeisterten das Publikum in der Leplay-Halle in Leipzig. Am Schluss stand es 3:1 (25:23, 28:26, 16:25, 25:22) für den Gastgeber, der damit seine Tabellenführung untermauerte.
An einem Spieltag, als Delitzsch gegen Friedrichshafen (2:3) Federn ließ, Grafing knapp gegen Schwaig gewann (3:2), Fellbach Hammelburg (3:0) ohne Punkte dastehen ließ und Mainz die Dachauer vermöbelte (0:3), hatten die Eltmanner große Chancen, konnten aber die kleine Überraschung nicht realisieren und verloren Platz 2 an den SV Fellbach.
Aufgrund der Terminverlegung (am ursprünglich angesetzten Spieltag stand den Leipzigern ihre Halle nicht zur Verfügung, da sie als Quartier für Flüchtlinge benötigt wurde) fehlte auf Eltmanner Seite Libero Max Kolbe. Thiago Welter, nach seiner Verletzung mittlerweile mit geschraubtem Finger, saß auf der Ersatzbank und konnte zuschauen, wie "Stand-by"-Spieler Sven Glinker seine neue Aufgabe als Libero im Team mit Bravour bestand.
Das Spiel begann ausgeglichen. Erst ab dem 9:9 setzten sich die Sachsen ab. Wuchtige Schläge vom Leipziger Hähner wurden durch heftige Mittelangriffe von Nikola Poluga und Sven Kellermann beantwortet. Der zum wertvollsten Spieler (MVP) der Unterfranken gekürte Zuspieler Merten Krüger zeigte in bester Spiellaune, mit welcher Präzision er ans Werk geht. Und trotzdem zogen die Leipziger in der Folge bis zum 17:12 davon. Eltmann kämpfte sich zwar Punkt für Punkt zurück, nach 27 Minuten wurde der erste Satz aber doch mit einem knappen 25:23 aus Leipziger Sicht beendet.
Im zweiten Durchgang ging es noch knapper zu, mit einem 28:26. Wieder mussten die Unterfranken am Schluss den Kürzeren ziehen, zeigten aber, dass sie durchaus mit dem Titelkandidaten mithalten können.


Ein überragender dritter Satz

Der dritte Abschnitt war dann aber die Befreiung für die Gäste. Leipzig, ob des Eltmanner Widerstands leicht genervt wirkend, schaute in diesem Satz mehr oder weniger zu, was die Wallburgstädter an allerbester Volleyball-Qualität aufs Feld legten. Ein beeindruckendes 25:16 für den VCE zeigte, dass es für Hoffnung nie zu spät ist.
Am Ende aber sollte es nicht reichen für die Oshino Volleys. Denn die Leipziger kamen zurück ins Spiel. Den vierten Satz gewannen die Sachsen mit 25:22, wobei ein sauber von Sven Kellermann durchgeführter Block vom Schiedsrichter nicht akzeptiert wurde. Dieser Punkt hätte auch Eltmann zugesprochen werden können, und bei einem so engen Ausgang kann natürlich jede Aktion die entscheidende sein. So aber ging die Partie mit 3:1 an die L.E.Volleys aus Leipzig, die damit den Angriff eines Verfolgers erfolgreich abwehrten. fh