"Die Verkehrswende ist gut für den Kämmerer - und alle anderen Bamberger", mit diesem Satz reagiert der Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Bamberg, auf das Corona-bedingt immer größer werdende Haushaltsloch in der Stadt Bamberg. In der jüngsten Sitzung des Finanzsenats hat es Kämmerer Bertram Felix auf rund 40 Millionen Euro beziffert und gleichzeitig die Flut an Anträgen von den Stadträten kritisiert, für deren Umsetzung das Geld mehr denn je fehle.

"Es ist zu einfach, die Vielzahl der Anträge pauschal zu kritisieren", schreibt nun Vorsitzender Andreas Irmisch für den VCD in einer Pressemitteilung. Es gelte vielmehr, diejenigen Maßnahmen herauszusuchen, die Bamberg seinen Zielen näher bringt. Irmisch erinnert an die Mobilitätsziele für 2030, die der Stadtrat schon im Jahr 2017 einstimmig gesetzt habe: 50 Prozent mehr Umweltverbund gegenüber 2015, etwa 35 Prozent weniger motorisierter Individualverkehr (MIV). "Was noch fehlt, ist die konsequente Umsetzung", betont der VCD.

Zuschüsse für Mobilität dürften nicht mehr in teure individuelle Mobilitätsformen für wenige fließen, sondern sollten in kostengünstigste Verkehrsmittel wie den Umweltverbund für alle gelenkt werden - "zum Wohle der Stadtkasse und der privaten finanziellen Belastung". red