In der Nacht auf Samstag kam es im Gehege der Tennenloher Wildpferde zu einem schweren Fall von Vandalismus.

Die unbekannten Täter brachen in der Nacht auf Samstag entlang des "alten" Geheges 15 Querlatten ab, bogen Maschendraht herunter und schnitten ihn an einer Stelle etwa drei Meter breit ganz heraus. Außerdem war auf der Offenfläche eine große Feuerstelle mit verbrannten Zaunlatten zu finden. Dem Landschaftspflegeverband entstand dadurch beträchtlicher finanzieller Schaden. Die Sachbeschädigungen wurden umgehend bei der Polizei angezeigt. Im Tennenloher Forst sind gemäß der Naturschutzgebietsverordnung offenes Feuer sowie das Verlassen der befestigten Wege ganzjährig verboten.

"Wegen der sehr hohen Waldbrandgefahr am Osterwochenende und der hohen Munitionsbelastung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz haben die Täter mit diesem illegalen Osterfeuer sich und andere in Lebensgefahr gebracht", zeigt sich Gebietsbetreuerin Verena Fröhlich vom Landschaftspflegeverband besorgt. Ein Ausbrechen der Wildpferde und Pfauenziegen durch den beschädigten Zaun wäre ebenfalls möglich gewesen. Dadurch hätten sowohl die Tiere als auch Menschen zu Schaden kommen können.

Alle Personen, die Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Erlangen-Land unter Tel. 09131/760514 zu melden. Außerdem bittet der Landschaftspflegeverband alle Besucher des Naturschutzgebietes darum, auch in Zukunft die Augen offen zu halten und die Gebietsbetreuung (Tel. 09131/6146345, gebietsbetreuung.sand@lpv-mfr.de) über alle ungewöhnlichen Vorkommnisse zu informieren.

Betreut vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken e.V., leben im Naturschutzgebiet momentan fünf Przewalski-Hengste aus dem Tiergarten Nürnberg und dem Münchner Tierpark Hellabrunn. Die vierbeinigen Landschaftspfleger bewahren seit 2003 die wertvollen Sandmagerrasen vor der Verbuschung und erhalten somit den Lebensraum vieler seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Im Rahmen eines Projekts des Landkreises wird die Wildpferde-Beweidung seit 2012 von einer Herde Pfauenziegen ergänzt.