Kiloweise Marihuana und Methamphetamin hat ein Familienvater aus dem Kreis Kronach im vergangenen Jahr unters Volk gemischt. 32 000 Euro soll er auf diese Weise innerhalb weniger Monate erwirtschaftet haben, bevor die Handschellen klickten (der FT berichtete). Dafür muss er nun teuer bezahlen: Das Landgericht Coburg verurteilte den 36-Jährigen zu vier Jahren Haft.

Außerdem hat das Gericht angeordnet, dass der Verurteilte seinen Drogengewinn komplett zurückzahlen muss. Bereits zum Prozessauftakt machte der Kreisbewohner deutlich, dass er das Geld hauptsächlich für Urlaube und Familienunternehmungen ausgegeben hatte. Ein paar Jahre hatte der Mann, der bereits in seiner Jugend mit Drogen in Kontakt kam, seine Sucht unter Kontrolle. Er hatte geheiratet und ist Vater geworden. Eine Zeitlang schien das Leben des jungen Familienvaters in geordneten Bahnen zu verlaufen. "Doch irgendwann ist der Alltag eingekehrt", erklärte der 36-Jährige vor Gericht.

Gemeinsam mit einem Komplizen aus Hessen und seinem Cousin zog er einen Drogenhandel im großen Stil auf und rutschte selbst innerhalb kürzester Zeit wieder in die Sucht. Nicht nur, dass er die kommenden Jahre im Gefängnis verbringen wird: Seine Frau hat inzwischen die Scheidung eingereicht.

"Ich bin dankbar für die Inhaftierung", beteuerte der Verurteilte während des Prozesses. Nun möchte er endlich mit seiner Drogenvergangenheit abschließen. Das Gericht hat deshalb angeordnet, dass der Verurteilte in einer Entziehungsanstalt untergebracht wird.

Sein Komplize aus Hessen, der die Drogen in den Kreis Kronach geliefert hat, muss für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. saha