Bereits im Mutterleib wirken sich Hormone auf die Gehirnentwicklung und das spätere Verhalten aus. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Erlangen haben gezeigt, dass eine hohe Testosteronmenge während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko des Kindes für Erkrankungen wie Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter zusammenhängt. Erste Studienergebnisse deuten auch bei exzessiven Internetspielern auf höhere vorgeburtliche Testosteronspiegel hin, heißt es in einer Pressemitteilung der Uni.
Offen ist noch, ob auch die übertriebene Nutzung sozialer Netzwerke von der vorgeburtlichen Testosteronmenge beeinflusst wird und welche Rolle weitere Merkmale wie Impulsivität und Persönlichkeit dabei spielen. Dies möchte die Forschergruppe Psychoneuroendokrinologie des Universitätsklinikums Erlangen in einer Onlinestudie und vor Ort herausfinden und sucht dafür Interessenten. Diese können an einer etwa zehnminütigen anonymen Befragung unter www.soscisurvey.de/TEGS teilnehmen. Sie erhalten zudem Rückmeldung zu ihrer Persönlichkeit und Impulsivität, können einen Gutschein gewinnen und sich für Studien am Klinikum qualifizieren. red