von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Lichtenfels — Die erfolgreichsten Sammler zugunsten des Volkbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden am Mittwoch in der Lichtenfelser Stadthalle vom Bezirksvorsitzenden und Regierungspräsident Wilhelm Wenning geehrt. Mit 2357 Euro erzielte die Gemeinde Hetzles im Landkreis Forchheim das beste Sammelergebnis mit 1,83 Euro pro Einwohner. Den zweiten Platz erreichte die Gemeinde Lautenbach im Landkreis Forchheim mit 2520 Euro und 1,50 pro Einwohner.
Aus dem Landkreis Lichtenfels wurden die Sammler Fred Vogler aus Marktgraitz und Wolfgang Stölzel aus Ebensfeld mit Urkunden und Gedenkmedaillen ausgezeichnet. Die Sammlungen wurden von den jeweiligen Soldatenkameradschaften durchgeführt. Aus Beiträgen und Spenden finanziert der Volksbund 75 Prozent seiner Arbeit, den Rest decken öffentliche Mittel. Der Regierungspräsident lobte das Engagement der Sammler, die dafür Sorge trügen, dass die Arbeit des Volksbundes auch heute noch durchgeführt werden könne. Dank ihrer Hilfe könne der Bund weiterhin an seinen humanitären Aufgaben arbeiten. "Die Gedenken an die Opfer und das Erinnern an die Unmenschlichkeit des Krieges hat angesichts der vielfältigen und weltweiten Bedrohungen nicht an Aktualität verloren", unterstrich Wenning.
Die Veranstaltungen des Volkbundes setzten gerade heute wichtige Zeichen gegen das Vergessen und für eine gemeinsame Friedensarbeit, die äußere und innere Grenzen zu überwinde vermöge. Kriegsgräberstätten seien eindrucksvolle Orte, sagte der Vorsitzende. Sie könnten Angst machen, zum Nachdenken anregen oder ein persönlicher Ort der Trauer sein.
Der Bezirksverband führe auch 2015 eine Reihe von Veranstaltungen durch. Zum Beispiel die Ausstellung "100 Jahre Erster Weltkrieg" in Bayreuth und Bamberg oder ein Schulprojekt der Fachoberschule Bayreuth. Am 26. April werde in der Stadthalle Bayreuth ein weiteres Benefizkonzert mit dem Prager Burgwachorchester stattfinden, kündigte der Vorsitzende an.

An Orte der Erinnerung reisen

Aber auch Reisen an Orte der Erinnerung biete der Volksbund an; zum Beispiel vom 20. bis zum 25. April nach Tarabya in der Türkei, wo an den 100. Jahrestag der Dardanellen-Schlacht gedacht werde.
Auf dem brandenburgischen Waldfriedhof Halbe seien Soldaten verschiedener Nationen, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Zivilisten und Opfer der sow jetischen Lager beerdigt. Anlässlich des 70. Jahrestages werde dort am 29. April eine Gedenkveranstaltung stattfinden, sagte der Regierungspräsident. In der französischen Gemeinde Fort-de-Malmaison werde am 20. Juni des 50-jährigen Bestehens der dazugehörigen deutschen Kriegsgräberstätte gedacht.