Erlangen-Höchstadt — Eine heftige Gewitterfront hat am späten Samstagnachmittag Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste vor allem im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt und in der Stadt Erlangen in Atem gehalten. Im Stadtgebiet wurde Vollalarm ausgelöst, alle 13 Freiwilligen Feuerwehren, die Mitarbeiter der Ständigen Wache sowie das Technische Hilfswerk waren im Einsatz.
Im Erlanger Ortsteil Hüttendorf geriet gegen 17 Uhr durch einen Blitzschlag eine Scheune in Brand, teilt die Feuerwehr mit. Das Feuer war zwar nach rund 45 Minuten unter Kontrolle, der Dachstuhl war aber völlig niedergebrannt und musste in der Nacht zum Sonntag wegen Einsturzgefahr abgetragen werden. Parallel dazu hatten die Erlanger Feuerwehren 40 unwetterbedingte Einsätze. Meist waren es vollgelaufene Keller, und im Stadtteil Sieglitzhof stürzte ein Baum auf ein Haus, an dem allerdings nur geringer Sachschaden entstand.

Blitz schlägt bei Polizei ein

Die Erlanger Polizei hatte zudem Schwierigkeiten, die Einsätze zu koordinieren, weil das Dienstgebäude von einem Blitz getroffen wurde und die gesamte Telefonanlage bis in die späten Abendstunden ausfiel. Verletzt wurde bei dem Einschlag aber niemand.
Hingegen wurde ein Mann bei einem Blitzeinschlag in der Nähe von Uttenreuth leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilt, schlug der Blitz unmittelbar neben einem Dienstfahrzeug ein, und ein Passant wurde durch die Druckwelle zu Boden geschleudert. Die Polizeibeamten, die gerade den Verkehr regelten, brachten den Mann ins Krankenhaus.
Die Verkehrspolizei berichtet zudem von mehreren Verkehrsunfällen, die aber alle glimpflich verliefen. Unter anderem stürzte auf der A 73 ein Kradfahrer, blieb aber unverletzt. Durch den starken Wind wurden mehrere Baustelleneinrichtungen auf die Straßen geworfen und teilweise beschädigt, Verkehrsteilnehmer waren nicht beteiligt. red