In kirchlichen Berufen ist es gute Sitte, hin und wieder den Ort des Schaffens zu verändern, um sich und vor allem die neue Gemeinde mit frischem Wind und frischem Geist zu beleben. So verabschiedete sich Pastoralreferentin Andrea M. Friedrich nun aus den vier Gemeinden Dankenfeld, Kirchaich, Lembach und Priesendorf, um in einem Sabbatjahr Kraft zu tanken und sich sozialen Projekten im Ausland zu widmen.

Durch die Pandemie-Situation war leider keine gemeinsame große Abschiedsfeier möglich. Aufgrund der besonderen Umstände wurde Friedrich daher mit je einem Gottesdienst in den vier Orten verabschiedet.

Angelehnt an das Emmaus-Evangelium und ihrer Leidenschaft des Fahrradfahrens und Pilgerns wurden alle vier Gottesdienste unter dem Motto "Unterwegs im Auftrag des Herrn" aufeinander abgestimmt. Als gemeinsame Elemente durch die einzelnen Gottesdienste zog sich das Fahrrad, aber auch das von Andrea Friedrich geliebte Marien-Pilgerlied "Santa Maria del Camino", in dem um Marias Schutz und Begleitung gebeten wird.

Mit einem speziellen Bußakt, in dem anhand der einzelnen Fahrradteile Bezug zum täglichen Leben genommen wurde, startete die Abschiedstour in Kirchaich. In Lembach wurde die scheidende Pastoralreferentin anstatt einer Lesung mit auf eine Pilgerreise genommen. Hier wurde deutlich gemacht, dass Andrea Friedrich während ihrer Zeit Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen hat. Neben den Fürbitten, die sich am Fahrrad orientierten, stand in Dankenfeld noch das Feuer als Symbol für die für den Glauben brennende Pastoralreferentin und für ein Gefühl von Heimat im Mittelpunkt. Mit liebevollen Segenswünschen, die den weiteren Weg von Frau Friedrich begleiten sollten, endete die Abschiedstour in Priesendorf. In diesem letzten Abschiedsgottesdienst sprachen auch die pastoralen Weggefährten Pfarrer i.R. Ewald Thoma, Pfarrer Albert Müller und PR Theresa Schwarzmann ihren Dank und Wertschätzung aus.

In ihren Abschlusspredigten verriet Andrea Friedrich, dass sie Erinnerungen an die Gemeinde, in der sie sich gerade im Einsatz befindet, gerne in einem Notizbuch festhalte. Des Weiteren ging sie auf die Grenzen im Leben ein - manche die wichtig und überlebensnotwendig seien, andere, die es zu überwinden oder anzunehmen gelte, oder dass man manche Grenzen auch bis ins Unermessliche dehnen könne. Wie sie anführte, erlebte sie in den vier Pfarrgemeinden in allen Altersgruppen engagierte Christen, die sie im Glauben bestärkten und ihr Gemeinschaft schenkten.

Neben dem Dank und guten Wünschen für ihre weitere Lebensreise wurden die Fahrradtaschen mit kleinen Geschenken gefüllt. Auch die weltliche Gemeinde, vertreten durch die Bürgermeister Matthias Krapp (Priesendorf) und Thomas Sechser (Oberaurach), versäumte es nicht, sich von Andrea M. Friedrich zu verabschieden. Bürgermeister Sechser wünschte ihr von ganzem Herzen, dass sich die Tür für Frauen zum Priesteramt öffne, da sie ein gutes Beispiel dafür sei, dass es auch Priesterinnen geben könne. red