Der SV Ketschendorf wählte anlässlich der Hauptversammlung Michael Schulz wieder zum Vorsitzenden. Weiterhin zeichnete der Sportverein "auf dem Berg" Gerhard Lorenz und Lothar Schmalisch für 50-jährige Treue aus. Der Mitgliederstand hält sich nach den Worten von Michael Schulz mit 330 stabil. 70 Prozent seien unter 26 Jahren alt. Im SV Ketschendorf (SVK) spielen derzeit zwei Herren-, eine Damen, zwei Juniorinnen- und zehn Juniorenmannschaften. Die neue Organisationsstruktur im Verein greife und die Entwicklung des Sportheims gehe positiv voran. Dass der Verein Kinder von Flüchtlingsfamilien aufgenommen habe, dürfe nicht zulasten des SVK gehen, mahnte der Vorsitzende am Ende seiner einjährigen Amtszeit an. Der Verein bekomme für dieses Entgegenkommen keine Zuschüsse der Stadt Coburg. Zweiter Vorsitzender Frank Forkel teilte mit, dass von anfangs 17 Flüchtlingen aktuell noch sieben im Verein Fußball spielten. Forkel bedauerte, dass die Stadt nicht den Mitgliedsbeitrag für diese Personen übernehme.
Finanziell segle der Verein, so Michael Schulz, "hart an der Kante". Es müssten 25 000 Quadratmeter mit Sport- und Hartplatz, Vereinsheim und neuem Umkleidegebäude bewirtschaftet werden. Die starke Beanspruchung der beiden Sportplätze bereite der Vereinsführung Sorgen. Der Sandplatz werde im nächsten Jahr 30 Jahre alt und sei "im Eimer". Mittelfristig werde nach einer Lösung gesucht, wobei er sich einen Kunstrasenplatz vorstellen könne. Gespräche mit der Stadt Coburg und dem Sportamt würden bereits geführt und er gehe von Kosten in Höhe von 50 000 Euro aus. "Wie sammeln wir Geld dafür?", fragte Schulz. Der Verein müsse einen Eigenbeitrag leisten. Der Buchberg sei ein Ort der Kommunikation, sagte Schulz. Er könne sich einen Biergartenbetrieb auf der "Buchberg-Alm" vorstellen, wovon der Verein finanziell partizipieren könne, regte Schulz an. Eine Erweiterung des Sportangebotes sei ein weiterer Weg, neue Mitglieder gewinnen zu können. "Ich habe keine Sekunde bereut, diesen intakten Verein als Vorsitzender übernommen zu haben", sagte Michael Schulz. W. Desombre