Wie die Inhaberfamilie in Ebersdorf bei Coburg gestern Nachmittag bekanntgab, ist Wulf Schumacher, Seniorchef der Schumacher Packaging Gruppe, am Freitag im Alter von 78 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.
Wulf Schumacher hatte 1957 die Geschäftsführung im väterlichen Betrieb übernommen und den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Verpackungsunternehmens gelegt, heißt es in der Mitteilung. Heute sei die Schumacher Packaging Gruppe einer der größten inhabergeführten Hersteller für Verpackungen aus Well- und Vollpappe, mit rund 3000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 527 Millionen Euro (2016).
Noch im April dieses Jahres wurde die Lebensleistung des fränkischen Unternehmers gewürdigt: In einem Festakt in München händigte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) das Bundesverdienstkreuz am Bande an Wulf Schumacher aus.
52 Jahre hat Wulf Schumacher die Geschicke des mittelständischen Familienunternehmens gelenkt. Aus dem kleinen Handelsbetrieb seines Vaters Karl für die örtliche Spielwaren-, Polster- und Kleinmöbelindustrie machte er einen der größten und modernsten Hersteller von Wellpappeverpackungen in Europa. Neben dem Stammwerk in Ebersdorf zählen heute mehr als ein Dutzend weiterer, europäischer Produktionsstandorte zur Schumacher Packaging Gruppe: in Deutschland, Polen, Tschechien und den Niederlanden.
2009 gab Wulf Schumacher die Firmenleitung in die Hände seiner Söhne Björn und Hendrik - die bereits dritte Familiengeneration. Trotzdem engagierte sich der Senior weiterhin unermüdlich für seine Firma, wobei ihm nicht zuletzt die Ausbildung junger Menschen am Herzen lag. Daneben förderte er zahlreiche Vereine und Verbände, auch im Bereich der Jugendarbeit. Im Dezember 2014 wurde ihm auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Ebersdorf die "Auszeichnung für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen in Bayern" verliehen.
Auch dem Judo-Leistungssport ist das Unternehmen Schumacher seit langem verbunden: So haben Wulf Schumacher und seine Söhne angesehene Judo-Vereine wie Post SV Bamberg, TV 1848 Erlangen und TSV München-Großhadern ebenso unterstützt wie bayerische Olympiateilnehmer.
Die Beisetzung von Wulf Schumacher wird voraussichtlich am Freitag, dem 14. Juli 2017, stattfinden. Uhrzeit und Ort der Trauerfeier werden noch bekannt gegeben. red