Hinter der Lebensleistung seines Unternehmens Dechant Hoch-und Ingenierbau (dhib) steht die Schaffenskraft von Alois Dechant, der mit seinen Söhnen Peter und Thomas das Geschäft in der Stadt Weismain leitet. Aus der Kommunalpolitik hat er sich zurückgezogen und widmet seine Freizeit seinen Enkeln. Jedoch ist weiter als großzügiger Mäzen vieler Vereine, Verbände und Institutionen aktiv. So hat er sehr viel Herzblut in seinen SC Obermain gesteckt. An seinem 76. Geburtstag bewies Alois Dechant erneut ein großes Herz.
"Ich kann in meinem Alter mit Geschenken nicht mehr viel anfangen und will deshalb anderen Menschen Gutes tun" sagte er. Die Spende an seinem Ehrentag hatte er auf 5550 Euro aufgestockt für gemeinnützige Zwecke.
Zweimal bereiste Alois Dechant in seinen Treckingtouren Nepal und lernte dabei die Armut des Volkes kennen. Zurück in der Heimat wollte er helfen. Die armen und notleidenden Menschen in diesem Land brauchen dringend Unterstützung. Die Hälfte seiner Gesamtspende ließ Dechant der Nepalhilfe Kulmbach (NHK) zukommen, die das Geld für Hilfe vor Ort einsetzt.
Das 28-Millionen-Volk lebt in bitterer Armut, berichtete der Vorsitzende der Nepal-Hilfe Kulmbach (NHK), Peter Pöhlmann, der die Spende entgegennahm. Das verheerende Erdbeben mit der Stärke von 7,8 am 25. April letzten Jahres war eine Katastrophe für Land und Leute. Am 12. Mai folgte ein weiteres Beben mit vernichtenden Folgen. 120 Schulpatenschaften hat die Nepalhilfe übernommen. Es war besonders bedauerlich, weil etwa 30 Häuser im Dorf Malekhu schwer beschädigt oder komplett zerstört waren, in denen die Patenkinder lebten.
Die andere Hälfte der Spende ließ Alois Dechant der Bürgerstiftung für Jugend und Familie im Landkreis Lichtenfels "Aktive Bürger" zukommen. Besonders soll damit Kindern geholfen werden, die zum Teil ihre Eltern auf der Flucht aus Syrien und anderen Krisengebieten verloren. Die Zuwendung nahm der Geschäftsführer der Stiftung, Erhard Schlottermüller in Empfang. "Wir sind eine Anlaufs-, Informations- und Vermittlungsstelle für alle Fragen um das freiwillige Engagement", betonte Schlottermüller. Die Bürgerinitiative hat im Landkreis 13 Standorte, an denen Familien- und Kinderbetreuung angeboten wird. Erich Lutter