Frei nach dem Motto "Eala frya fresena! (altfriesisch) (= gegrüßet seid ihr freien Friesen) bereist der Rhönklub-Zweigverein Hammelburg eine Woche lang Ostfriesland. Es gab Wanderungen, Besichtigungsfahrten und Kultur. Während der Busfahrt bereitete der Reiseleiter - Vorsitzender Alfred Jeurink, der aus dem Emsland stammt - die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Ostfriesland vor. Es gab viele Informationen und knifflige Fragen, um das "Ostfriesen-Abitur" zu bestehen. Zum Beispiel: "wie oft kann man von 100 Eiern 2 wegnehmen?" oder "vervollständige logisch folgende Reihe: MDMD_ _ _". Beim Suchen der Lösung hörten die Rhönklubler die "Ostfriesland-Hymne".

Das Programm war umfangreich: Es gab zum Beispiel eine Stadtführung in Aurich mit den historischen Bauten, kulturellen Einrichtungen und der Fußgängerzone, eine Fahrt auf der "Fehnroute" zu den "Wiesmoor Gewächshaus-Anlagen" und zu der Meyerwerft in Papenburg, wo riesige Ozean-Kreuzfahrt-Schiffe gebaut werden. Zufällig lag im "Außenbecken" die neue, fast fertige "AIDA Cosma". Die Fertigungshalle der Werft für zwei Schiffe gleichzeitig ist über 500 Meter lang, etwa 120 Meter breit und 65 Meter hoch. Und wenn nach drei Jahren Bauzeit der Ozeanriese fertig ist, öffnet sich Europas größtes "Garagentor" und ein Gigant der Meere ist bereit zu seiner Überführungsfahrt in die Nordsee.

In der Fehnlandschaft in Ihlowerfehn ist in der Neu-Darstellung das ehemalige Zisterzienserkloster fragmental nachgestellt durch einige Stahlträger im Maßstab 1:1. Beim "Upstalsboom" erfuhr die Reisegruppe, was die "Ostfriesische Freiheit" im Mittelalter bedeutete: die Bewohner Frieslands hatten damals schon schriftlich formulierte und garantierte, weitgehende persönliche Freiheitsrechte. In der "Krumhörn" in Suurhusen steht als Teil der romanischen Dorfkirche der schiefste Kirchturm der Welt. Dies ist mehr als in Pisa, fällt aber nicht so, denn der Kirchturm ist fest an die Kirche angebaut und nur 26 Meter hoch. Nächste Station war die Stadt Emden mit der "Kesselschleuse", ein einmaliges Bauwerk in Europa, und natürlich gab es auch einen Halt am "Ottos Hus" von Otto Walkes mit den von ihm gestifteten "Ampelmännchen".

In Rysum gab es in der Dorfkirche eine Einweisung in die älteste noch bespielbare Kirchenorgel der Welt aus der Zeit des Frühbarock. Bei der Fahrt durch das Weltkulturerbe "Niedersächsisches Wattenmeer" sahen die Hammelburger "Pulloverschweine"; so nennen die Ostfriesen die Schafe im Marschland. Reisebegleiterin Thadea erklärte die "ostfriesische Bohnensuppe": ein alkoholhaltiges Getränk und Reiseleiter Jeurink erzählte Erlebnisse aus seiner Kindheit. red