Das altehrwürdige Rosenau-Stadion in Augsburg war das Ziel eines siebenköpfigen Teams der LG Forchheim. Die bayerischen Meisterschaften der Männer und Frauen sowie der U20/U18 bedeuteten einen weiteren Höhepunkt im Saisonkalender der Leichtathletik.
Beachtlich ist die Konstanz, mit der Moritz Hecht seine Leistung weiterentwickelte. Nach den Erfolgen bei den Juniorenmeisterschaften galt es für ihn, sich in der Männerkonkurrenz zu behaupten. Nach mäßigen 11,12 Sekunden im Vorlauf über 100m bei starkem Gegenwind folgte der Knaller im Finale: In seinem bislang schnellsten 100m-Lauf verbesserte er sich auf die neue Bestmarke von 10,86 Sekunden und sprintete damit auf Rang 5 unter den schnellsten Männern in Bayern. Die Siegerzeit betrug übrigens 10,29 Sekunden.
Nur zwei Stunden zuvor stand für ihn das Finale über 400m auf dem Programm. Als Meister der Juniorenklasse galt es, sich mit den besten Männern zu messen. Und auch hier gelang Hecht der Sprung aufs Podest. Mit einem gewaltigen Zielspurt über 150m wurde er nur hauchdünn vom Münchner Benedikt Wiesend (48,80 Sekunden) geschlagen und konnte sich nach neuer Bestzeit von 49,00 Sekunden die Silbermedaille um den Hals hängen lassen.
Einen Ausflug in die höhere Altersklasse der U18 wagte Jonas Saffer (15). Er war mit mächtig Rückenwind von den Wettkämpfen der Vorwochen angereist und konnte sich auch in der höheren Altersklasse steigern. Mit 11,50 Sekunden im Vorlauf über 100m erreichte er locker die Zwischenrunde, wo er eine weitere Steigerung auf die neue Bestmarke von 11,49 Sekunden erzielte.


Einladungen für Hecht und Saffer

Die Entwicklung von Hecht und Saffer bleibt auch dem Verband nicht verborgen. Beide Sprinter erhielten Berufungen für die im September anstehenden Länderkämpfe. Saffer wird Bayern im Vergleich der süddeutschen Bundesländer vertreten, Hecht wird seinen ersten internationalen Auftritt beim Vergleich der Alpenregionen im italienischen Rovereto haben.
Völlig unerwartet Schluss war dagegen für Janina Buck bereits im Vorlauf über 100m. Unglücklicherweise im Lauf mit dem stärksten Gegenwind eingeteilt, blieb die Uhr erst nach 12,94 Sekunden stehen. Deutlich besser lief es für sie über 200m, hier stand im Finallauf mit 26,03 Sekunden eine neue Bestzeit zu Buche, was ihr Rang 5 in der U20 einbrachte. Im Weitsprung hatte sie wie alle Teilnehmerinnen mit dem ungünstigen Wind zu kämpfen, ein Sicherheitssprung auf 5,05m brachte in der Endwertung Rang 9.
Über die Hürdenstrecke gingen Lina Ende und Hannah Stöhr an den Start. Ende war über 400m-Hürden angetreten und lieferte eine überzeugende Stadionrunde ab. Die 66,54 Sekunden bescherten ihr den vierten Rang in der Frauenkonkurrenz. Über 100m-Hürden bei der U18 verbesserte sich Hannah Stöhr in einer von vielen Stürzen geprägten Vorlaufserie auf die neue Bestmarke von 15,67 Sekunden und Rang 11.
Zu später Stunde standen für die Geschwister Gundermann die 3000m auf dem Programm. Beide erliefen sich gute vierte Plätze. Während Clemens (U18) in einem taktisch geprägten Rennen sich den Platz mit einer schnellen Schlussrunde holte (9:36,95 Minuten), wäre für Cosima (11:17,38 Minuten, U20) bei etwas mehr Mut eine Medaille möglich gewesen. hr