Zur Diskussion um die Erschließung der Plassenburg erreichten uns folgende Zeilen: Nach den Leserbriefen der vergangenen Woche könnte man meinen, eine Gondel- oder Standseilbahn zur Plassenburg sei wieder in der Planung und würde ohne Weiteres umgesetzt werden können. Nein, wer aufmerksam liest, stellt fest, dass es keine Planungen der Stadt Kulmbach für so eine Bahn gibt. Auch der Freistaat hat keine solche Planung angekündigt.

So charmant diese Idee auch ist, auch ich könnte mich dafür durchaus erwärmen, wer sollte die Folgekosten tragen? Wer würde der Betreiber der Bahn? Manch einer schwadroniert auch vom ach so erfolgreichen Plassenburg-Express, doch der wurde offenbar aus Mangel an Erfolg im vergangenen Jahr eingestellt.

Tatsache ist: Es liegt ein Angebot der Schlösserverwaltung vor, die Planungen für eine seit Jahrhunderten vorhandene Erschließung durch den Buchwald voranzutreiben. Die Forststraße kann ausgebaut werden, um die Plassenburg endlich für Busse und als zusätzlichen Vorteil auch für Pkw erreichbar zu machen. Im Moment fahren Lkw, viele Tonnen schwere Harvester und weitere Forstfahrzeuge auf dieser Straße. Die auszubauende Strecke durch den Buchwald liegt laut Schlösserverwaltungspräsident zum allergrößten Teil auf staatlichem Grund.

Diese Erschließung würde die Burg wieder mehr für Bus- und Gruppenreisen und vor allem für Senioren und behinderte Menschen attraktiv machen. Östlich der Plassenburg kann geparkt werden. Gleich links hinter dem Buchwaldtor ist der ebenerdige Eingang in den Arsenalbau mit Aufzug. Das Angebot ist nicht so schlecht, wie manche Leserbriefschreiber uns Glauben machen wollen. Und dass der Präsident der Schlösserverwaltung "halt net vo do" ist und daher sein Plan nicht gut und abzulehnen sei, ist wirklich kein besonders kluges Argument, nur billigste Polemik. Wir sollten doch lieber sachlich bleiben. Ein "lieber alles so lassen wie es ist" ist keine Option. Unsere Burg hat besseres verdient!

Daniel Uehla

Himmelkron