Zu den Berichten "Streit um Arbeitszeit beim ASB" vom 3. Februar und "Weiter Zoff um Verträge" vom 4. Februar :

Mit Abscheu las ich - zu mir noch später - in den vergangenen Tagen die Berichte bezüglich des ASB in Forchheim. Mir entlockte dies nur Kopfschütteln, wie charakterlos zwei Querulanten, die gerade mal, was die Zugehörigkeit betrifft, als Fahrer hereingeschnuppert haben, versuchen, eine namhafte Institution in Grund und Boden zu stampfen.
Eine Institution, die zu Forchheim gehört wie das Salz in die Suppe. Eine Institution, die in den vergangenen Jahrzehnten einen hervorragenden Dienst am Menschen, besonders am Menschen mit Handicap ,geleistet hat. Dies alles wegen ein paar Euros.
Man kann nur hoffen, dass sich der Auftraggeber des ASB von solchen Querulanten nicht beeindrucken lässt, denn auch dieser weiß, beim ASB steht immer noch der Mensch im Vordergrund und nicht der Euro.
Als ich vor acht Jahren von Herrn Horsch gefragt wurde, ob ich nicht beim ASB kurz aushelfen könne, habe ich sofort zugestimmt, ohne zu wissen, was auf mich zukäme, und habe dies auch nie bereut. Ab dem ersten Tag habe ich festgestellt, dass ich noch keine Firma in meinem Arbeitsleben erlebte, außer einen Omnibusbetrieb in Ebermannstadt, wo mit so viel Menschlichkeit, angefangen beim gesamten Büropersonal bis hin zu fast allen Arbeitskollegen, miteinander umgegangen wird.
Mir persönlich und nicht nur mir, wurde all die Jahre bei betrieblichen sowie auch bei privaten Problemen vom ASB in nicht zu toppender Weise unter die Arme gegriffen. Eben diese nie versiegende Menschlichkeit macht seit Jahrzehnten den ASB aus und zu dem, was er ist.
Es kommt auch nicht von ungefähr, dass die Mehrheit des Fahrpersonals, zehn, 20 und noch mehr Jahre dem ASB treu geblieben ist, sowie auch umgekehrt. Alleine dies spricht doch für das hervorragende Betriebsklima sowie die tolle Arbeit dieses Arbeitgebers.
Umso mehr muss man mit dem Kopf schütteln, dass sich nun einige Fahrer wegen ein paar Euros profilieren und mit Gesetzesbüchern um sich schlagen. Ebensolche Fahrer, die das ganze Jahr über den Dienstwagen vor der Haustüre parken, privat Benzin sparen, keinen Weg in die Arbeit haben, für keine Reparatur sich schmutzig machen müssen, Dienstkleidung gestellt bekommen, schreien jetzt - nach erfolgter Unterschrift im Arbeitsvertrag - nach ein paar Euros.
Diese Vergünstigungen sind bei weitem mehr wert als das bisschen, welches nun eingeklagt werden soll. Es ist gut, dass der, welcher den ASB kennt und braucht, weiß, was er an unserem Forchheimer ASB hat. Da lassen wir uns all diese vielen Arbeitsplätze von zwei Quertreibern nicht kaputt machen.

Ulrich Kaiser, Forchheim