Klimaschutz ist in aller Munde. Bereits seit Jahrzehnten warnen Umweltforscher vor den Folgen der menschengemachten Treibhausgasemissionen und der daraus resultierenden globalen Erwärmung.

Auch Marktrodach trägt seinen Teil dazu bei, wie die Marktgemeinde mitteilt. Denn: Kommunen können vor allem mit der Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sind die Laternen doch meist für den größten Verbrauch in der gemeindlichen Strombilanz verantwortlich. Mit 17 neuen LED-Brennzellen entlang eines Rad- und Fußweges schlägt die Gemeinde nun drei Fliegen mit einer Klappe.

Großes Einsparpotenzial

Mit jeder eingesparten Kilowattstunde Strom sinkt der Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Von allen Beleuchtungstechnologien bietet LED-Beleuchtung die größten Einsparpotentiale und gilt als Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz. LEDs sind sehr energieeffizient und können mit einer längeren Lebensdauer als herkömmliche Leuchtmittel punkten. Dadurch birgt die Nutzung dieser Technologie langfristig auch ein immenses Sparpotenzial für den Gemeindehaushalt.

Bereits 2016 hat der Gemeinderat des Marktes Marktrodach beschlossen, alle 678 Straßenleuchten im dem Gemeindegebiet auf die sparsame LED-Technologie umzustellen. Jedes Jahr könnten der Stromverbrauch so um 306 714 Kilowattstunden reduziert werden, was einer jährlichen Einsparung von rund 130 000 Kilogramm CO2 und 60 800 Euro Stromkosten entspräche.

Jedes Jahr 50 000 Euro

2017 folgte der Beschluss, jährlich 50 000 Euro für dieses Vorhaben in den Haushalt einzustellen und über sieben Jahre insgesamt 340 000 Euro für die Umrüstung der Laternen zu investieren. 2018 konnten 123 Leuchten und im Jahr 2019 85 Leuchten auf LED umgestellt werden, in diesem Jahr werden weitere 110 Brennstellen folgen. Damit wären nach drei Jahren knapp die Hälfte aller bestehenden Straßenlaternen modernisiert. Aber nicht nur die Bestandsbeleuchtung in Marktrodach erhält ein Upgrade.

Auch entlang des Fuß- und Radweges zwischen der Kreuzung B 173/B 303 und der Straße "Am Mühlbach" tut sich etwas. Der rund 800 Meter lange Weg, der auch von vielen Kindern als Schulweg genutzt wird, ist besonders in den Herbst- und Wintermonaten sehr dunkel. Hier wird mit 17 neuen LED-Brennstellen Licht ins Dunkel gebracht und für mehr Sicherheit von Schulkindern, Fußgängern und Radfahrern gesorgt.

Norbert Gräbner, Erster Bürgermeister des Marktes Marktrodach, war bereits mit der bauausführenden Firma bei der Baueinweisung vor Ort. Ab nächster Woche werden die neuen Leuchten von der Firma Hartfil aus Küps im Auftrag der Bayernwerk AG installiert. red