Nachdem bereits vor zwei Jahren die Pläne der Umgehungsstraße B 279 innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Baunach heiß diskutiert wurden und sich sogar Bürgerinitiativen pro und contra der West- oder Osttrasse bildeten, kommt nun wieder Bewegung in die Angelegenheit. Wie Bürgermeister Manfred Deinlein (SPD) in der Sitzung des Gemeinderates Reckendorf mitteilte, wurde der Bau der Umgehungsstraße nun in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Danach habe sich Baunach klar für eine Osttrasse entschieden. Reckendorf selbst sei auch für eine Umgehung und wolle sich sowohl eine Ost- als auch eine Westumgehung offenhalten. Deinlein sah die von der Wahlkreis-Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner (CSU) angeregte Bürgerversammlung als nicht notwendig an, da sich am grundsätzlichen Stand der Dinge ja nichts geändert hätte. Unterschwellige Kritik wurde im Gemeinderat laut, warum Baunach nun trotz der bestehenden FFH-Gebiete die Ostumgehung erhalten soll, Erwin Wahl (CSU) hätte es für besser gefunden, wenn Reckendorf sich eindeutig für eine der zwei Varianten entschieden hätte.
Weiter informierte Deinlein, dass der alte Kindergarten, der seit dem Auszug des Kindergartens in den Johanniter-Neubau vor einem Dreivierteljahr leer steht, nun von der Arbeiterwohlfahrt übernommen wird. Zwar stehe noch die Bestätigung des Bayerischen Gemeindetages aus, doch ist der Einzug unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zum 15. Februar in "trockenen Tüchern". Nach einer Bürgerversammlung stellte Deinlein fest, dass unter den Anliegern des alten Kindergartens eine große Akzeptanz vorhanden sei.


Heller und energiesparender

Weiter wies Deinlein auf den traditionellen Neujahrsempfang in der alten Synagoge am Sonntag, 31. Januar, 17 Uhr, hin.
Die Verkehrssicherheit in Reckendorf beschäftigte den Gemeinderat weiter: Eine Verkehrsschau bezüglich der Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Einmündung Pfarrgasse auf Ziegelgasse ergab, dass gegen das Aufstellen des Verkehrsspiegels keine Bedenken bestehen. Der Gemeinderat entschied sich dennoch mit 7:5 Stimmen dagegen, weil an dieser Stelle "seit Menschengedenken" kein Unfall passiert wäre. Einstimmig folgte der Gemeinderat hingegen der Empfehlung der Verkehrsschau, die Tempo-30-Zone im "Kapellenberg" bis zum Kapellenweg auszuweiten.
Heller und energiesparender wird die Straßenbeleuchtung in Reckendorf. Hier werden, so Deinlein, die alten Stablampen in der Hauptstraße bis zum Friedhof durch moderne LED-Leuchten schon im Februar ersetzt. Erneuert werden sollen auch die Schallfenster im Glockenturm von St. Nikolaus, die nach Aussagen des Bürgermeisters marode und baufällig sind. Für den Turm sei die Gemeinde unterhaltspflichtig, da dieser aus historischen Gründen, mit seiner Turmuhr sowie seiner früheren Funktion als "Überwachungsturm" bei Bränden der Gemeinde zugehörig war. Die Verwaltung wurde beauftragt, drei Angebote für die Schallfenster einzuholen.