Den Weihnachtsgottesdienst im Kurgarten Egloffstein nahm der örtliche Posaunenchor zum Anlass, zwei Mitglieder besonders zu ehren.

Der Chorleiter Heinz Dietsch blickt auf 25 Jahre Dirigententätigkeit zurück. Er übernahm den Stab von seinem Vater Hans Dietsch 1995, dieser hatte die Bläsergruppe seit 1964 geleitet. Ein hohes Lob der Verantwortlichen gebührte Heinz Dietsch, der die Übungsstunden kurzweilig (seine Kommentare reizen oft zum Lachen), fachkundig und mit dem Feingefühl gestaltet, so dass auch unsichere Anfänger dabeibleiben und motiviert mitspielen. "Er verfügt über ein unglaublich sicheres Gehör und übersieht großzügig, wenn einmal ein Ton danebengeht", so charakterisierte ihn Christoph Ledig, ein Mitspieler.

Erwin Wirth begann mit zwölf Jahren sein Trompetenspiel in der ersten Stimme, noch in der Wohnküche bei Hans Dietsch. Die Hauptproben fanden später im alten Pfarrhaus - heute Privathaus - mit Leihinstrumenten des Chores statt. Bereits nach wenigen Übungsstunden durfte er im großen Chor mitspielen - mit einem eigenen Instrument, geschenkt von seinem Großvater Peter Wirth. In 50 Jahren beteiligte er sich an unzähligen Proben, Ständchen und Konzerten.

Besonders gefragt ist Wirth bei Beerdigungen, weil nachmittags wenige Bläser zu Hause sind. Einmal hatte er eine Beerdigung "verschlafen", und Heinz Dietsch hat ihm dies etwas verübelt, weil dieser trotz Zahnproblemen allein die erste Stimme spielen musste, erzählt Erwin Wirth schmunzelnd. Als selbstständiger Bäckermeister hat er sich immer Zeit genommen für den Posaunenchor. Noch heute hat er große Freude am Musizieren und ist gerne dabei.

Die Pfarrerin Carina Knoke dankte den Jubilaren und überreichte die Ehrenurkunden. red