Coburg — Vergeblich hielten die Spieler und Verantwortlichen des TSV Oberlauter dem VfR Johannisthal im Kampf um den Bezirksliga-Aufstieg die Daumen. Nach dem 2:4 gegen den TSV Hirschaid platzte nicht nur der Johannisthaler Bezirksliga-Traum, sondern der Oberlauterer müssen nochmals die Stiefel schnüren und um den letzten freien Platz in den Kreisligen im Spielkreis Coburg, Kronach, Lichtenfels kämpfen.
Schauplatz ist heute, Freitag, um 18.30 Uhr, die Sportstätte des FC Adler Weidhausen und als TSV-Gegner fungiert der FC Burggrub, Zweiter der Kreisklasse Kronach.
Oberlauter schien eigentlich schon sicher die Kreisliga Coburg gehalten zu haben, wurde dann aber noch vom TSV Scheuerfeld ein- und überholt. In der Relegation gab es im bisher einzigen TSV-Spiel ein 2:1 gegen die DJK/TSV Rödental.
Der FC Burggrub scheiterte im Meisterschaftsendspiel der KK Kronach am FC Wallenfels, ehe es in die Relegation ging. Da folgte ein 3:1-Sieg gegen den SC Steinbach und darauf die Niederlage gegen SF Unterpreppach. Auch beim FC Burggrub sehnt man das erfolgreiche Saisonende, sprich Aufstieg herbei.
Viel lieber hätten beide Kontrahenten aber auf das heutige Spiel ganz verzichtet und wären direkt in der Kreisliga gewesen. Aber wie gesagt, der VfR Johannisthal spielte nicht mit und unterlag dem Bezirksligisten TSV Hirschaid.

Eigentor beendete Aufholjagd

TSV Hirschaid - VfR Johannisthal 4:2 (3:0): In letzter Sekunde hat der TSV Hirschaid den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga geschafft. Die Mannschaft von Spielertrainer Juan Catalan gewann ihr viertes Relegationsspiel gegen den VfR Johannisthal mit 4:2. Zu Beginn sahen die 472 zahlenden Zuschauer eine hektische, von vielen Fouls und Unterbrechungen geprägte Partie. Doch bereits nach sieben Minuten fand der abstiegsbedrohte TSV Hirschaid das Erfolgsrezept gegen den VfR: Nach einem Eckball stieg Michael Nicolaus am höchsten und erzielte per Kopf das 0:1. Vor der Pause legte Hirschaid noch zwei Treffer nach: Michal Mruk schloss einen Konter erfolgreich zum 2:0 ab und nur eine Minute später traf Patrick Hübschmann. Nach der Halbzeitpause kamen die Johannisthaler mit viel Wut im Bauch auf den Platz zurück und drückten mächtig auf die Tube. Folgerichtig fiel in der 55. Minute der Anschlusstreffer, als sich Jens Häfner ein Herz nahm, aus 25 Metern abzog und unwiderstehlich in den Winkel traf - 1:3. Und die Mannen von Trainer Uwe Hoh blieben dran: Nur zwei Minuten später gelang Fabian Höfner mit einem herrlichen Schlenzer vom Sechzehner-Eck der Treffer zum 2:3. Beide Teams kämpften mit offenem Visier, das Spiel stand auf Messers Schneide. Doch in der 70 Minute leisteten sich die Johannisthaler einen folgenschweren Fehler, von dem sie sich nicht mehr erholten. Die völlig missratene Rückgabe von Michael Schindhelm flog über Torwart Tobias Weith hinweg in die Maschen (70.). Plötzlich stand es 4:2 für den TSV - die Entscheidung. Frederik Denegri holte sich zudem noch für eine Tätlichkeit die Rote Karte ab. Schiedsrichter Marcel Schiller ließ viel laufen, trat bei seinen Entscheidungen aber ruhig und souverän auf.

Sonntag steigt der letzte Akt

In der Relegation im Kreis findet am Sonntag, 17 Uhr, das letzte Spiel statt. Da geht es um den letzten freien Platz in den Kreisklassen. Der TSV Dörfles-Esbach erwartet den Sieger aus der gestrigen Partie Unter-/Oberrodach gegen TBVfL Neustadt/Wildenheid II (Ergebnis siehe Fußball-Relegation). ct