Im Raum Hammelburg und Gemünden findet vom 21. bis 28. Oktober erneut die Übung "Blue Banner" des Vereinte Nationen Ausbildungszentrum der Bundeswehr (VNAusbZBw) statt. Sie bilde den Abschluss der dreiwöchigen gemeinsamen Ausbildung der nationalen und internationalen Teilnehmer, wie es in einer Pressemitteilung der Bundeswehr heißt. Für diese stelle die Übung gleichzeitig den Höhepunkt ihrer Ausbildung zum "United Nations Military Observer", oder auch UN-Militärbeobachter dar. Erstmals seit Beginn der Covid-Pandemie nähmen wieder internationale Offiziere an der Abschlussübung teil.

Ein wichtiges Ausbildungsthema sei auch der Umgang mit der Zivilbevölkerung. Deshalb finde die Abschlussübung in Ausschnitten bewusst außerhalb des Truppenübungsplatzes Hammelburg statt. So werde für die Lehrgangsteilneh-mer ein möglichst realistisches Bild mit spontanen Situationen geschaffen, auf die sie reagieren müssen.

Während der Übung würden den zukünftigen UN-Militärbeobachtern zahlreiche Aufgaben gestellt, die ihnen auch bei ihren zukünftigen Einsätzen begegnen können. Dazu gehören beispielsweise der Umgang und die Verhandlung mit den Führern der örtlichen Konfliktparteien. Außerdem seien die Lebensumstände in den gegenwärtigen Kriegs- und Krisengebieten Bestandteil der Ausbildung. "Wer diese Übung durchlaufen hat, kann danach auch im fordernden Einsatz bestehen", sagt Oberst Klaffus, der Kommandeur des VNAusbZBw aus Hammelburg. Und: "Die UN-Militärbeobachter sind grundsätzlich unbewaffnet - ihre Waffe ist das Wort." Zahlreiche weiße UN-Geländewagen, aber auch gepanzerte Transportfahrzeuge, ein Hubschrauber und sogar Motorboote auf dem Main werden in diesen Tagen im Übungsraum zu sehen sein. red