Diana Becht-Zwetkov Erneut gut gewirtschaftet haben Bürgermeister Heinrich Thaler (CSU) und seine Gemeinderäte im vergangenen Jahr. 2018 erwirtschafteten die Burgwindheimer einen satten Überschuss von knapp einer halben Million Euro und können sich obendrein als eine der wenigen deutschen Gemeinden feiern, die komplett schuldenfrei ist.

Darüber gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung allseits zufriedene Gesichter und das erste mal seit längerer Zeit vollständige Einigkeit. Überhaupt herrschte unter der neuen Funkuhr, auf die Thaler stolz verwies, als er den öffentlichen Teil der 63. Sitzung mit seinen Gemeinderäten und drei Zuhörern eröffnete, eine Art Burgfrieden. Vielleicht weil man sich im Gemeinderat nach den teils offenen, teils versteckten Anfeindungen der Vergangenheit auf eine Waffenruhe geeinigt hatte. Vielleicht aber auch, weil diesmal keine brisanten Themen auf der Tagesordnung standen.

Dafür gab es zwei Punkte zum Schmunzeln: Die Gemeinderäten hatten über zwei Projekte abzustimmen, die bereits realisiert sind: ein privates Bauvorhaben und ein Verlegen einer Mittelspannungsleitung unter der Mittelebrach. Bei letzterem sei die Gemeinde gar nicht zuständig, so Bürgermeister Thaler.

Beim derzeit aktuellen Projekt Dorfladen ist sie das schon eher. Und so betraten die Beteiligten der Sitzung dann doch noch das einzige kleine Minenfeld: der Sachstandsbericht über die aktuelle Lage.

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung sollte geklärt werden, wie und ob es Förderungen für eine Machbarkeitsstudie für ein solches Vorhaben gibt. Im Rahmen der Dorferneuerung zum Beispiel.

Machbarkeitsstudie

Johannes Polenz (DLB), Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde, hatte sich darum gekümmert und ebenso Angebote zur Machbarkeitsstudie und Marktanalyse eingeholt. Diese Informationen teilte er sodann in der Versammlung mit. Einen Beschluss gab es darüber im öffentlichen Teil nicht zu fassen, es ging nur um die Information.

Der Auftrag, die Studie anzufertigen, dürfte allerdings im nichtöffentlichen Teil der Sitzung Wolfgang Gröll von der Firma "New Way - Dynamik und Nahversorgungskonzepte" erhalten haben. Der Mann kümmert sich auch in Ebrach um das Projekt Dorfladen. Am Freitag sollte dort die Unternehmergemeinschaft, die später verantwortlich für den Laden zeichnet, gegründet werden. In Burgwindheim einigte man sich darauf, dennoch weiterhin zweigleisig zu fahren: Die Suche nach einem Dorfladen, der von einem Inhaber geführt wird, soll parallel weiter laufen.