Es war am Silvestertag sicherlich für viele ein überraschender Anblick, dass Weißstörche wieder in ihrem Hort auf der Bezirksklinik in Hochstadt beobachtet werden konnten. Wie unlängst der Landesbund für Vogelschutz feststellte, geht dieses veränderte Zugverhalten sicherlich auch auf die Tatsache zurück, dass es vor etlichen Jahren schon in Baden-Württemberg, dem Elsass und unserem Nachbarland, der Schweiz, Auswilderungsaktionen von Weißstörchen gab. Diese haben sich dann auch in Bayern angesiedelt und mit wilden Störchen verpaart. Anschließend wurde dieses ungewöhnliche Überwinterungsverhalten an die jeweiligen Nachkommen weitergegeben. Deshalb verbringen mittlerweile fast dreihundert Weißstörche im Freistaat.

In diesem Zusammenhang kann auch über das Wetter und insbesondere die ansteigenden Temperaturen, Stichwort "Klimawandel", nicht hinweggesehen werden, was allerdings noch weiter erforscht werden muss. Ein sichtbares Zeichen für die Erderwärmung ist jedoch bereits die Tatsache, dass beispielsweise weitaus mehr Silberreiher in Deutschland überwintern als in den Vorjahren. Sollte es trotz alledem noch einen Wintereinbruch mit frostigen Temperaturen geben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Vögel doch noch auf den Flug in wärmere Gefilde begeben.