Zum Bericht "Wer steht eigentlich für was? vom 17. März:

Was dem OB-Kandidaten Ulrich Schürr abgeht, ist das Vermögen, über den Tellerrand des heutigen Forchheim hinauszublicken. Denn wenn er das könnte, würde er nicht an der grünen Lunge Forchheims, dem Wiesenttal, massiv herumschneiden wollen. Der andere Lungenflügel, das Regnitztal, atmet ohnehin nur noch stoßweise.
Außer diesem lebenswichtigen ökologischen Aspekt ignoriert Schürr auch die Besitzverhältnisse östlich von Forchheim. Das Land soll für die Stadt bluten, in diesem Fall sogar ohne spürbaren Effekt für die Stadt, denn die Prognosen des Staatlichen Bauamts künden nur von einer zehnprozentigen Entlastung der Bayreuther Straße.
Mit immer neuen Baugebieten werden hausgemachte Verkehrsprobleme Schritt für Schritt unlösbarer. Einen Schwerlast-Durchgangsverkehr gibt es in Forchheim nicht, außer der Belieferung der vielen Supermärkte. Für eine Scheinlösung durch eine Ostspange dürfen keine landwirtschaftlichen Existenzen aufs Spiel gesetzt werden.

Hedwig Eismann
Wiesenthau